Baby Erkältung – So helfen Sie Ihrem Baby

Baby Erkältung - So helfen Sie Ihrem Baby

Perfekte winzige Gesichtszüge, Arme, Beine und Fingerchen – Frisch gebackene Eltern sind begeistert von ihrem kleinen Liebling. Unvorstellbar, dass dieses zarte Wesen permanent Viren und Bakterien ausgesetzt sein soll. Halten Eltern ihren monatelang herbeigesehnten Schatz in den Armen, rückt der Gedanke an die erste Baby Erkältung in weite Ferne. Doch die Natur sieht schon in den ersten Lebensjahren zahlreiche Ansteckungen vor.

Baby Erkältung: Warum es die Kleinsten besonders schnell erwischt

Als unangenehm und teilweise auch bedrohlich erleben Eltern und Babys Infekte. Die Jüngsten scheinen Erkältungswellen nicht viel entgegensetzen zu können. Dabei begünstigen die vergleichsweise kurzen und schmalen Atemwege das Vordringen von Infektauslösern. Gleichzeitig erschweren diese das Ableiten des erkältungsbegleitenden Schleims. Sind Rachen oder Stirnhöhlen erst betroffen, gelangen Bakterien und Viren durch die räumliche Nähe schnell auch zu Mittelohr und Bronchien. Häufig durchleben Eltern und ihre Sprösslinge demenstprechend einen Infekt nach dem anderen. Kein Wunder, denn in den ersten Lebensjahren verarbeitet das Immunsystem rund acht bis zwölf Mal pro Jahr eine Baby Erkältung. Vor allem in den wechselhaften Jahreszeiten scheint die Erkältungsflut kein Ende zu nehmen.

Die Nase läuft, die Stirn glüht – alles normal?

Zunächst klingt die Baby Erkältung dramatisch. Allerdings stehen selbst ganz kleine Menschen nicht ganz schutzlos da. In den ersten Lebensmonaten profitieren reife Neugeborene von den mütterlichen Abwehrstoffen. Für viele Krankheitserreger findet die Immunabwehr ein passendes Gegenstück, das die Baby Erkältung verhindert. Von Anfang an probt das Immunsystem den „Ernstfall“ und baut so einen eigenen Schutz auf. Steckt sich das Baby dennoch mit Erkältungsauslösern an, greifen körpereigene Mechanismen.
Erst läuft die Nase, dann schmerzt der Hals und der Husten beginnt. Ein Erkältungsmerkmal kommt in der Babyzeit selten allein. Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und hohes Fieber können Erkältungen begleiten. Babys fiebern schnell und verhältnismäßig hoch. Das allein ist kein Grund zur Panik. Trotz der Sorge vieler Eltern hilft in diesem Zustand vorerst genaues Beobachten. Denn wie jede einzelne Erkältung, stärkt auch Fieber den kleinen Körper.

Baby Erkältung lindern – Die besten Hausmittel

Jede Medikamentengabe sollte mit einem Kinderarzt abgesprochen sein. Viele Wirkstoffe in Nasentropfen und Hustensaft sind für die ganz Kleinen nicht zugelassen. Oftmals sind verschreibungspflichtige Mittel nicht nötig. Linderung verschaffen einige Hausmittel. Ist Babys Nase dicht, helfen Nasentropfen auf Meersalzbasis, um den Nasenschleim abzutransportieren. Stillende Mütter haben eine Wunderwaffe gleich parat. Muttermilch lässt die Schleimhäute abschwellen. Dazu sind nur wenige Tropfen nötig, die mit einem Wattestäbchen in die Nase getropft werden können.
Erkältete Babys belastet die Schlaflage flach auf dem Rücken. Um den Schleimfluss zu unterstützen, können Eltern die Babymatratze mit einem Keilkissen oder einem Handtuch leicht erhöhen. Förderlich wirkt sich eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf die Atemwege aus. Mit feuchter Wäsche auf oder Wasserschalen neben der Heizung steigt die Feuchtigkeit im Raum.

Hustenreiz belastet die Nerven und kostet Kraft. Ein Tropfen Lavendel- oder Fichtennadelöl in Babys Badewasser lindert den Reizhusten bis zum Einschlafen. Aufgeschnittene Zwiebeln oder Thymiantropfen unterstützen das Durchatmen.
Erkältete Babys sollten besonders viel trinken, auch wenn sie scheinbar keinen Appetit haben. Ungesüßter Fencheltee ist mild und mindert Rachenschmerzen. Honig ist für Babys nicht geeignet.

Ab wann der Kinderarzt helfen muss

Steigt das Fieber sehr schnell und über 40 °C, sinkt auch niedrigeres Fieber nach wenigen Tagen nicht, wirkt das Baby schlapp, wird bewusstlos, krampft, trinkt nicht genug oder hustet bedrohlich, sollte ein Kinderarzt hinzugezogen werden. Dieser entlarvt Mittelohrentzündungen, Bronchitis und andere Erkrankungen wie Scharlach und kennt geeignete Behandlungsmethoden.

Bildquelle: © DoraZett / Fotolia.com

Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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