Babybrei selber machen

Babybrei selber machen

Um den fünften Monat herum, wird es Zeit für den ersten Brei des Babys. Kein Wunder, wird Ihr Baby doch immer aktiver und hat daher einen höheren Energiebedarf, der durch Muttermilch oder industriell hergestellte Milch nicht mehr gedeckt werden kann. Den zusätzlichen Bedarf Ihres Babys decken Sie am besten durch Babybrei. Doch welcher darf es sein? Welche Inhaltsstoffe sind am besten für Ihren kleinen Liebling? Ist der Brei aus dem Gläschen besser oder sollten Sie den Babybrei lieber selbst herstellen?

Gläschen oder Selber machen?

Im Babybrei aus dem Glas sind meist Zutaten enthalten, die das Baby nicht braucht.

Im Babybrei aus dem Glas sind meist Zutaten enthalten, die das Baby nicht braucht.

Natürlich haben die fertigen Gläschen durchaus Vorteile: Sie sind praktisch und sparen Zeit. Außerdem sind sie durch strenge Kontrollen sehr sicher. Die verwendeten Rohstoffe sind nur sehr minimal mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln und Schädlingsbekämpfungsmitteln belastet, eine schnelle Verarbeitung der Rohstoffe bedeutet zudem, dass kaum schädliche Inhaltsstoffe wie Nitrate in den Gläschen vorkommen. Sollten Sie also lieber die Gläschen für Ihren Liebling kaufen? Doch natürlich hat auch der selbst gemachte Babybrei Vorteile. So sind in einigen Gläschen die Anteile von Fleisch und Fett zu gering für die Babys. Gleiches gilt für den Gehalt an Vitaminen, insbesondere dem Vitamin C, dass die Aufnahme von Eisen verbessert. Zudem stecken im Babybrei aus dem Glas oft auch Zutaten, die völlig unnötig sind und nichts im Babybrei verloren haben. Dazu gehört beispielsweise Zucker, Nüsse und andere Allergene, Obstpulver, das gefriergetrocknet ist, künstliche Aromen, Emulgatoren oder entmineralisierte Molke. All das hat nichts im Babybrei zu suchen. Es spricht also vieles dafür, dass Sie den Brei für Ihren Nachwuchs selbst zubereiten.

Babys Brei selber machen- was ist wichtig?

Viel müssen Sie nicht bedenken, wenn Sie Babybrei selbst kochen wollen. Die Zutaten für den Babybrei sollten möglichst frisch sein. Sicher können Sie gehen, wenn Sie die Zutaten direkt beim Erzeuger kaufen und rasch zubereiten. Um den Gehalt an Keimen zu minimieren sollten alle benutzten Küchengeräte penibel sauber sein. Sehr praktisch ist ein Becheraufsatz für den Pürierstab, wie es ihn für viele Geräte gibt. Ein Becher sorgt nicht nur dafür, dass Ihre Küche beim Zubereiten des Breis sauber bleibt, sie lassen sich zudem leicht reinigen. Der frisch gekochte Brei sollte binnen eines Tages von Ihrem Baby verzehrt werden. Da sich das Kochen für so eine kleine Portion aber kaum lohnt, können Sie auch größere Mengen Brei kochen und sofort nach dem Pürieren auf Vorrat einfrieren. Dazu sind Gefrierdosen ideal geeignet, die unmittelbar vor dem Befüllen noch einmal heiß ausgespült werden. Den eingefrorenen Babybrei sollten Sie erst unmittelbar vor der Mahlzeit auftauen. Am geeignetsten für das Auftauen ist das Wasserbad geeignet. Die Mikrowelle erwärmt Nahrung ungleichmäßig, Ihr Baby könnte sich so den Mund verbrennen. Hat Ihr Nachwuchs die aufgewärmte Mahlzeit nicht aufgegessen, dann entsorgen Sie die Reste. Erneutes Einfrieren und Auftauen erhöht das Risiko, dass sich Keime oder andere schädliche Stoffe bilden.

Was kann in Babys Brei?

Möhrenbrei ist der Muttermilch geschmacklich sehr ähnlich und damit der perfekte Einstieg!

Möhrenbrei ist der Muttermilch geschmacklich sehr ähnlich und damit der perfekte Einstieg!

Soll der erste Babybrei gekocht werden, dann stellt sich jungen Eltern oft die Frage: Womit beginnen? Beginnen Sie mit einem Lebensmittel und führen Sie danach höchstens ein weiteres Lebensmittel pro Woche neu ein. Auch wenn Sie Ihrem Baby etwas gut tun wollen: Ihr Baby benötigt nach dem monatelangen Genuss noch keine Abwechslung auf dem Löffel. Viele Eltern beginnen gern mit einem Möhrenbrei, dieser ist sehr süßlich und damit der Muttermilch recht ähnlich. 500 Gramm Möhren werden in Scheiben geschnitten und in etwas Wasser weich gedünstet. Haben die Möhren die richtige Konsistenz, so werden sie zusammen mit einem Teelöffel Öl oder Butter püriert. Haben Sie so mehrere Gemüsesorten eingeführt, dann können Sie auch Fleisch hinzugeben. Das Gemüse wird wie oben beschrieben zubereitet. Dazu wird dann etwa 200 Gramm Fleisch gedünstet und ebenfalls mit einem Teelöffel Öl oder Butter püriert. Mischen Sie die beiden Breie, ergibt dies einen schmackhaften Gemüse-Fleisch-Brei. Wollen Sie Ihrem Baby Abwechslung bieten? Dann bereiten Sie aus jeder Zutat einen Babybrei zu, frieren ihn in kleinen Portionen ein und mischen ihn nach dem Auftauen. Natürlich lassen sich auch Getreidebreie einfach selbst zubereiten. So können Sie für den Anfang eine in Scheiben geschnittene Banane mit wenig Haferflocken und einem Teelöffel Öl oder Butter vermengen. Für mehr Abwechslung bei den Getreidesorten finden Sie im Reformhaus Instantflocken, die Sie nach Packungsanweisung zubereiten können und dann mit Obst mischen. Egal ob Gemüse und Fleisch oder Obst und Getreide, probieren Sie aus, was Ihr Baby mag. Auch mit wenigen Monaten ist es schon eine kleine Persönlichkeit. Durch Beobachten finden Sie heraus, was Ihr Baby mag und was ihm bekommt.

Babybrei selbst zubereiten

Auch wenn die Babybreie aus dem Glas sehr praktisch sind und Zeit sparen, so spricht vieles dafür, den Babybrei für den Nachwuchs selbst zuzubereiten. Sie haben den Überblick, welche Zutaten im Brei verarbeitet sind. Einmal eine größere Menge Brei zubereitet, können Sie den Rest einfrieren und haben so immer etwas Babybrei als Vorrat im Gefrierschrank. Bei der Zubereitung sollten Sie immer darauf achten, dass die Küchengeräte sehr sauber sind. Hilfsmittel wie Becheraufsätze für den Pürierstab erleichtern die einfache Zubereitung des Breis sehr.

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Bild 3: © PublicDomainPictures / Pixabay

Klara

Über 

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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