Behördengänge nach der Geburt

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Die Geburt eines Kindes erweist sich grundsätzlich als ein Ereignis der besonderen Art. Damit der Neuankömmling jedoch optimal versorgt werden kann, müssen diverse Behördengänge nach der Geburt in Angriff genommen werden.

Der Weg zum Standesamt

Bereits nach der Geburt muss das Kind beim zuständigen Standesamt angemeldet werden. Die Anmeldung eines Kindes ist in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlich geregelt. So handelt es sich bei der Anmeldung eines Kindes um eine gesetzliche Pflicht. Das zuständige Standesamt ist für die Herausgabe einer Geburtsurkunde verantwortlich. Damit weitere Behördengänge nach der Geburt in Angriff genommen werden können, wird eine Geburtsurkunde vom zuständigen Standesamt immer in mehrfacher Ausführung ausgestellt. Das zuständige Einwohnermeldeamt wird direkt vom Standesamt über die Anmeldung eines Kindes informiert. Dennoch müssen die Eltern auch beim zuständigen Einwohnermeldeamt vorstellig werden. Nur so können die Eltern in den Besitz einer Bestätigung gelangen, welche den eindeutigen Wohnort des Kindes definiert.

Für die Kasse der Familie

Mit der Anmeldung des Kindes beim zuständigen Einwohnermeldeamt sind die Behördengänge nach der Geburt jedoch noch nicht beendet: Nun muss die Familienkasse über die Geburt des Kindes informiert werden. Die Mitarbeiter der Kindergeldstelle können über das zuständige Arbeitsamt kontaktiert werden. Alternativ sind die benötigten Anträge auch über das Internet erhältlich. Im Rahmen der Antragsbearbeitung wird seitens der Kindergeldstelle unter anderem überprüft, ob die Antragssteller die geltenden Voraussetzungen zur Gewährung von Kindergeld erfüllen. Die geltenden Voraussetzungen können ebenfalls auf der Internetseite des zuständigen Arbeitsamts eingesehen werden.

Behördengänge nach der Geburt: Das liebe Geld

Parallel zum Antrag auf Kindergeld kann auch ein Antrag auf Elterngeld abgegeben werden. Eltern haben Anspruch auf Elterngeld, wenn ein neugeborenes Kind während der ersten 14 Monate von einem bisher berufstätigen Elternteil betreut wird. Ähnlich wie beim Kindergeld müssen auch beim Elterngeld gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. So muss die wöchentliche Arbeitszeit des betreuenden Elternteils bei mehr als 30 Stunden liegen. Damit es jedoch nicht zu Konflikten kommt, muss eine deutliche Abgrenzung zum Mutterschaftsgeld getroffen werden. Da vor allem junge Babys relativ häufig krank werden, erweist sich eine der Abschluss einer zuverlässigen Krankenversicherung von wesentlicher Bedeutung. Die Geburt eines Kindes kann bei der eigenen Krankenkasse angemeldet werden. Erst wenn der Krankenkasse eine entsprechende Geburtsurkunde vorliegt, wird das Neugeborene familienversichert.

Die Anerkennung des eigenen Glücks

Damit ein neugeborenes Kind im Rahmen der Steuerermittlung berücksichtigt werden kann, muss beim eigenen Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte beantragt werden. Diese wird dann beim zuständigen Finanzamt vorgelegt. Die Behördengänge nach der Geburt sind nicht zu unterschätzen, denn nur so kann letzendlich ein entsprechender Kinderfreibetrag eingetragen werden. Neben dem Finanzamt muss auch das Jugendamt über die Geburt des Kindes informiert werden. Erst wenn die Vaterschaft beim jeweiligen Jugendamt anerkannt wurde, kann ein gemeinsames Sorgerecht beantragt werden. Eine Anerkennung der Vaterschaft ist jedoch nur dann erforderlich, wenn beide Elternteile nicht miteinander verheiratet sind.

Eine aktive Unterstützung

Da ein großer Teil der Familien einen nicht zu vernachlässigenden Anspruch auf Wohngeld hat, sollte das neugeborene Kind auch bei der zuständigen Wohngeldstelle angemeldet werden. Die Mitarbeiter der Wohngeldstelle können in der Regel über das Sozialamt der zuständigen Gemeinde kontaktiert werden.

Bildquelle:
© Jorma Bork / PIXELIO

Klara

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Klara ist Dipl. Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

Artikel geschrieben von

Klara

Klara ist Dipl. Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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