Die richtige Schlafumgebung fürs Baby

Die richtige Schlafumgebung fürs Baby

Eltern wünschen sich sehnlich, dass ihre Babys nach kurzer Zeit durchschlafen können. Aber Neugeborene haben die perfekte Schlafumgebung erlebt: gedimmtes Licht, Stille und wohlige Wärme. Die Rede ist von der Gebärmutter. Davon verwöhnt geraten sie in eine laute und aufregende Welt. Für einen behüteten Schlaf ist die Umgebung daher entscheidend.

Was die Schlafumgebung für das Baby bedeutet

In den ersten Lebensjahren lernen Menschen so schnell wie niemals wieder im Leben. Jeder Tag bietet neues. Um die Vielfalt bewältigen zu können, müssen Babys nachts Energie tanken. Aber ein unangenehmer Schlafplatz strapaziert nicht nur die Nerven. Es können sogar Krankheiten ausgelöst werden. Elektrosmog und Lärm zerstören sogar die Gesundheit von Erwachsenen. Für Babys sind sie um ein Vielfaches bedrohlicher. Gut gedämmte Fenster sind an stark befahrenen Straßen ein Muss.
Achten Sie beim Kauf von Matratzen und Decken darauf, dass Ihr Kind auf keinen der Stoffe allergisch reagiert. In detaillierten Testberichten erfahren Sie, ob die Hersteller gefährliche Chemikalien, Allergieauslöser oder Weichmacher verwenden, die die Atemwege und das Immunsystem schädigen. Darüber hinaus sollten Sie tagsüber gut lüften.

Kinder- und Elternschlafzimmer

Bild von Eltern mit Baby

Ein Familienbett kann die Bindung zwischen Eltern und Baby stärken.

Die erste Frage betrifft das Zimmer selbst. Sollten Babys gleich im Kinderzimmer oder bei den Eltern schlafen? Das beschäftigt viele junge Mütter und Väter. Aber in Wahrheit existiert nicht die eine Antwort, denn beides ist okay. Ein Schlafplatz bei den Eltern oder sogar im Ehebett bringt Vorteile mit sich. Sie werden ihrem Kind auf diese Weise nicht nur Sicherheit geben, sondern auch die gemeinsame Bindung vertiefen. Dabei haben bereits die Atemgeräusche der Eltern einen stressmindernden Einfluss. Etwa 10 Prozent der Deutschen haben so ein „Familienbett“.Das Bett darf allerdings nicht zu schmal sein. Wasserbetten und ausziehbare Sofas sind ungeeignet. Daneben darf das Baby nirgends „reinrutschen“ oder eingeklemmt werden können. Ihr Baby sollte auch nicht allein im Familienbett schlafen. Und last but not least: Das elterliche Schlafzimmer ist ein streng rauchfreier Bereich.
Als Alternative zum Schlaf im Elternbett sind mittlerweile spezielle Kinderbetten erhältlich, die sich geradezu ans Elternbett anschließen lassen.

Was ins Babybett gehört und was nicht

Die liebsten Kuscheltiere dürfen mit ins Babybett.

Die liebsten Kuscheltiere dürfen mit ins Babybett.

Babys brauchen zum Schlafen keine quietschbunten Wände oder klappernde Mobiles. Für den Schlafplatz ist das Nötigste gerade gut genug, denn alles Ablenkende stören das Einschlafen. Am Grund liegt eine neue Matratze, die perfekt passt, also nicht im Bett hin und her rutscht. Sie sollte nicht dicker als 10 cm sein. Geeignet sind vor allem festere Matratzen.
Die liebsten beiden Kuscheltiere gehören natürlich hinein. Aber etliche Wolldecken und flauschige Felle können Ihr Kind beim Atmen behindern, stellen somit eine potentielle Gefahr dar. Was viele nicht wissen: Babys benötigen keine Kissen. Nach 12 Monaten darf erstmals ein sehr Flaches ins Bett gelegt werden. Der Kopf darf nicht einsinken. Dadurch entstünden gefährliche Überwärmungen oder Atemrückstau. Heizkissen und Nestchen sind genauso verboten. Tipp: Am Nacken des Babys spüren Sie, wie warm es dem Kind tatsächlich ist. Zu warme Schlafkleidung schädigt auch. Mützen braucht es drinnen nicht. Windel und ein angemessener Schlafanzug genügen. Fleece kann je nach Dicke zu warm sein. Vielfach erhältliche Mischungen aus Baumwolle, Elasthan und Polyester sind ideal, da sie elastisch und recht atmungsaktiv sind. Achten Sie aber auch hier auf eventuelle Allergien.

Viele Eltern befürchten, dass ihr Kind unter die Decke rutscht. Daher sind flache Decken mit wenig Fläche besser.

Oder gehen Sie dem Problem gleich aus dem Weg, indem Sie einen hochwertigen Babyschlafsack kaufen. Zu beachten ist der Halsumfang am Schlafsack. Er sollte natürlich kleiner sein als der Kopf Ihres Kindes, sonst könnte es auch hier hinein rutschen. Wie lang sollte der Schlafsack aber sein? Dafür gibt’s eine hilfreiche Formel: Körpergröße minus Kopfhöhe plus 15 cm. Zu breit sollte er auch nicht sein.

Pucken und Lage

Vor allem im ersten Jahr sollte Ihr Baby auf dem Rücken schlafen.

Vor allem im ersten Jahr sollte Ihr Baby auf dem Rücken schlafen.

Babys genießen dem Mutterleib ähnliche Zustände. Sie können das Wohlbefinden Ihres Kindes daher durch das sogenannte „Pucken“ erhöhen. Dabei wickeln Sie das Baby so in eine Decke ein, dass Beine und Arme weniger Bewegungsfreiheit haben. Tatsächlich beruhigt sich das Kind dadurch und schläft schneller ein. Aber packen Sie das Baby dennoch nicht zu fest ein.
Die beste – und viele sagen einzige – Schlafposition für Babys ist die Rückenlage – gerade im ersten Jahr. So können Babys am besten atmen. Bauchlage begünstigt womöglich den gefürchteten plötzlichen Säuglingstod. Damit ist auch die Seitenlage obsolet – von hier rollt das Kind allzu leicht auf den Bauch. Bei wachen Ruhephasen am Tag kann sich die Bauchlage dagegen positiv auf die Nackenmuskulatur auswirken.

Wichtige Sicherheitstipps

Geruhsamer Schlaf ist eine Sache, aber auch andere Bedingungen muss ein Schlafplatz unbedingt erfüllen. Stromkabel, Lampen, Steckdosen und kantige Gegenstände wie Bilderrahmen müssen für das Kind unerreichbar sein. Genauso haben Haustiere nichts im Babybett zu tun.
Das Bett sollte auch nicht in direkter Zugluft stehen und genauso wenig am Heizkörper. Angenehme Vorhänge sollten direkter Sonneneinstrahlung vorbeugen.

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Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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