Fliegen in der Schwangerschaft

Fliegen in der Schwangerschaft

Ist eine Frau schwanger, bedeutet das nicht automatisch, dass sie sich nicht mehr mit dem Flugzeug auf Reisen begeben darf. Allerdings ist das Fliegen in der Schwangerschaft unter manchen Umständen nicht ratsam und sie sollte lieber am Boden bleiben. In jedem Fall ist es jedoch notwendig, dass die werdende Mutter sich vor dem Fliegen in der Schwangerschaft genauestens informiert, ob und unter welchen Bedingungen eine Flugreise noch möglich ist.

Fliegen in der Schwangerschaft – Welche Risiken gibt es?

Grundsätzlich spricht in den meisten Fällen nichts dagegen, wenn die werdende Mutter sich selbst im sechsten Monat noch in ein Flugzeug setzt, um möglicherweise noch einen Urlaub vor der Niederkunft zu genießen. Allerdings sollte sie sich unbedingt vorab mit ihrem Arzt beratschlagen, ob aus ärztlicher Sicht Bedenken gegen das Fliegen in der Schwangerschaft bestehen. So wird beispielsweise vor einer Flugreise innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft gewarnt: Da die Atemluft im Flieger weniger Sauerstoff beinhalten würde, könnte es zu einer Fehlgeburt kommen. Jedoch haben Studien bereits beweisen können, dass es keine Hinweise auf diesen Umstand gibt. Allerdings ist durch ein langes Sitzen die Gefahr einer Thrombose durch geschwollene Beine gegeben. Hier ist es also besonders wichtig, dass vor dem Abflug Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 angelegt werden.

Wann unbedingt auf einen Flug verzichtet werden sollte

Grundsätzlich gibt es nur wenig Gründe, warum die werdende Mutter auf das Fliegen in der Schwangerschaft verzichten sollte. In jedem Fall sollte sie dann davon Abstand nehmen, wenn eine Hochrisikoschwangerschaft besteht. Diese liegt beispielsweise bei Herz- und Kreislaufbeschwerden vor. Weiterhin sollte sie nicht mehr fliegen, wenn eine Frühgeburt zu erwarten ist oder der Geburtstermin bereits kurz bevor steht. Auch wenn die werdende Mutter bereits eine Frühgeburt oder einen Abgang hatte sowie bei einer akuten Thrombose oder enorm großer Flugangst, ist ebenfalls vom Fliegen in der Schwangerschaft abzuraten. Hieraus könnten sich ansonsten massive gesundheitliche Probleme für Mutter und Kind ergeben.

Bestimmungen seitens der Fluggesellschaften

Grundsätzlich empfiehlt der Dachverband der Fluggesellschaften, schwangere Frauen nach der 36. Woche maximal noch gegen Vorlage eines Attests, in dem die Flugtauglichkeit bescheinigt wird, mitzunehmen. Damit sollen die Fluggesellschaften vor den Kosten und Risiken geschützt werden, die eine Geburt an Bord des Flugzeugs mit sich bringen würde. Bei zahlreichen Airlines sieht die Realität jedoch ganz anders aus. Hier werden werdende Mütter bereits ab der 28. oder der 34. Woche nicht mehr befördert. Steht eine Mehrlingsgeburt in Aussicht, wird die Erlaubnis zum Fliegen bereits ab der 32. Woche rigoros verweigert. Hier hilft nur, sich vor dem Reiseantritt über die Bestimmungen zu informieren und sich beizeiten ein ärztliches Attest zu besorgen.

Was während des Flugs zu beachten ist

In jedem Fall sollte eine Auslandskrankenversicherung sowie eine Reiserücktrittsversicherung vorhanden sein, die auch das Risiko von Schwangeren abdeckt. Während des Flugs sollte die Schwangere genügend trinken und bequeme Kleidung tragen. Grundsätzlich ist anzuraten, zwischendurch aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen. Bei Start und Landung ist der Gurt außerdem unterhalb des Bauches anzulegen.

Bildquelle: © ffly / Fotolia

Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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