Geburt einleiten

Die Geburt einleitenNicht immer erblickt das Kind von selbst das Licht der Welt. Es gibt unterschiedliche Gründe, die Geburt einleiten zu wollen oder zu müssen.

Ist der Entbindungstermin verstrichen und es sind noch immer keine Anzeichen einer baldigen Entbindung feststellbar, kann der Arzt die Geburt einleiten.

Einige Hebammen sind der Ansicht, dass selbst eine Überschreitung des Termins um 14 Tage und mehr durchaus vertretbar ist.

Allerdings besteht hier die Gefahr, dass das Ungeborene bereits Kindspech in das Fruchtwasser absetzt und sich der Säugling so selbst vergiftet, weshalb Ärzte aus diesen Gründen oftmals die Geburt einleiten.

Auch die Gefahr, dass das Baby bereits zu Groß zum Passieren des Geburtskanales ist, steigt.

Geburt einleiten mit einem Wehencocktail

In Internetforen ist oftmals von Wehencocktails die Rede, die Wehen fördern und so die Geburt einleiten sollen. Jede Hebamme hat zu dieser Methode ihr eigenes Rezept auf Basis von Rizinusöl, das mit weiteren Zutaten vermischt wird.

Ist der Entbindungstermin überschritten, kann ein solches Gemisch Wehen auslösen, allerdings sollte es nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme eingenommen werden, um Komplikationen zu vermeiden.

Durch das Rizinusöl wird Durchfall provoziert, der die Darmtätigkeit anregt und dies Gebärmutterkontraktionen hervorrufen kann.

Um so die Geburt einleiten zu könne, muss der Körper für die Geburt jedoch auch bereit sein, da diese Form der Einleitung gesundheitliche Folgen haben kann.

Natürliche Mittel zur Geburtsvorbereitung

Hebammen empfehlen zur Einstellung des Körpers auf die Geburt meist einige Wochen vorher bestimmte Globuli, die den Muttermund weich und dehnbar machen sollen. Auch Himbeerblättertee bereitet den Körper durch seine Wirkstoffe auf die Geburt vor.

Mit gezielten Übungen kann das Becken so trainiert und mobilisiert werden, dass sich das Ungeborene sich mit seinem Köpfchen einstellt.

Durch diesen Beckenbezug wird dem Körper das Signal gegeben, dass die Schwangere zur Entbindung bereit ist und das Baby das Licht der Welt erblicken darf.

Auch Sex kann die Geburt einleiten, denn Sperma öffnet den Muttermund und die rhythmischen Bewegungen regen die Gebärmutter und somit Wehentätigkeiten an.

Notwendige Einleitung – Medizinische Gründe

Nicht immer muss der Geburtstermin überschritten werden, um die Geburt einleiten zu müssen. Auch dringende medizinische Gründe können Anlass für eine Einleitung vor dem tatsächlichen Entbindungstermin sein.

Vermindertes Fruchtwasser oder ein frühzeitiger Blasensprung machen es meist unumgänglich, die Schwangerschaft weiter fortzusetzen, da das Kind im schlimmsten Falle sterben oder auch schwere Schäden davontragen könnte.

Auch die Größe des Kindes kann ein Grund für eine frühere Entbindung sein, denn das Verhältnis zum Becken muss stimmen. Andernfalls könnten der Kopf oder die Schultern des Kindes nicht den Geburtskanal passieren und bei der Mutter sowie dem Baby selbst schlimmste Verletzungen verursachen.

Liegt ein solcher Grund vor, wird der Arzt alles veranlassen und schnellstmöglich die Geburt einleiten, um das Gesundheitsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

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© Kati Molin / fotolia.com

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