Kaiserschnitt auf Wunsch

Kaiserschnitt auf Wunsch

Je näher die Geburt rückt, desto mehr Fragen kommen bei den werdenden Eltern auf. Nicht nur um die Zeit nach der Geburt kreisen die Gedanken, auch der Geburt an sich wird gespannt entgegen gefiebert. Unsicherheiten machen die werdenen Eltern gerade beim ersten Kind nervös. Eine der Fragen, die sich viele Eltern stellen, ist die Frage nach einem Kaiserschnitt auf Wunsch. Handelt es sich um eine vertretbare Alternative zur natürlichen Geburt oder sind die Risiken nicht abzuschätzen?

Was für den Kaiserschnitt auf Wunsch spricht

Das überzeugenste Argument dürfte wohl sein, dass die Komplikationen für das Ungeborene bei einem Kaiserschnitt deutlich geringer sind, als bei einer normalen Geburt. Für die Mutter ist der Eingriff zwar risikoreicher als eine übliche Geburt – die Gefahr eines Dammrisses oder Beckenbodenschwäche ist bei einem Kaiserschnitt auf Wunsch dafür aber gebannt.
Bei einem Kaiserschnitt ist der Geburtsvorgang an sich deutlich schmerzfreier – Wehen in dem Sinne finden normalerweise nicht statt.
Ein weiterer Vorteil des Kaiserschnitts ist die Planbarkeit der Geburt – das Kind kommt quasi pünktlich zum „Liefertermin“.

Was dagegen spricht

Für die werdende Mutter bietet der Kaiserschnitt ein höheres Gefahrenpotential, als die normale Geburt – letztendlich handelt es sich um eine Operation, die immer schiefgehen kann. Bedenken sollte man auch das sich ein Kaiserschnitt auf weitere Schwangerschaften und Geburten auswirken kann – in der Folge des Eingriffes kann es zu Komplikationen kommen.
Experten streiten sich darüber, ob der fehlende natürliche Geburtsvorgang sich auf die Bindung von Mutter und Kind auswirkt. Bisher konnte keine Studie hierzu eine hinreichend fundierte Aussage liefern.

Wann die Krankenkasse bezahlt

Unbegründete Kaiserschnitte werden von der Kasse nicht bezahlt. Es muss also immer ein Grund für den Eingriff genannt werden. Dem Arzt steht es aber frei Gründe anzuführen die einen Kaiserschnitt nahelagen, ihn aber nicht unabdingbar machen. Das kann beispielsweise die psychische Belastung unter der eine Frau bei einer normalen Geburt leiden würde sein. Somit wird ein Kaiserschnitt in fast allen Fällen erstattet.

Lassen Sie sich individuell beraten

Es lässt sich kein Pauschalurteil über diese Debatte treffen – ob ein Wunschkaiserschnitt sinnvoll ist oder nicht hängt vom Einzelfall ab. Daher ist anzuraten diese Entscheidung immer gemeinsam mit dem Arzt zu treffen und sich individuell beraten zu lassen.

 

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© unpict / Fotolia.com

Kimberly Kolmorgen

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ist Mama von zwei wunderbaren Kindern und unsere Expertin rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt.

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Kimberly Kolmorgen

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