Kliniktasche packen: Was nicht fehlen darf

Kliniktasche packen: Was nicht fehlen darf

Wenn die ersten Wehen einsetzen, ist die nötige Ruhe meist nicht mehr vorhanden, um noch mit Bedacht die Kliniktasche zu packen. Gerade beim ersten Kind ist die Nervosität viel zu groß, um sich noch Gedanken darüber zu machen, was in die Kliniktasche hineingehört. Wenn die Wehen einsetzen, sollten nur noch Kleinigkeiten in die Tasche gepackt werden. Doch auch wer die Kliniktasche früher packt, steht nicht selten vor der Frage, was muss unbedingt mit ins Krankenhaus und auf was kann man in den zwei bis sieben Tagen in der Klinik verzichten. Aber auch bei einer Hausgeburt sollten gewisse Dinge bereitliegen, die so das Leben nach der Entbindung wesentlich erleichtern.

Die notwendigen Dinge für die Mutter

Natürlich muss eine ausreichende Menge an Bekleidungsstücken mit ins Krankenhaus genommen werden. Dazu gehört bequeme Bekleidung, wie Leggings oder Trainingshosen, auch Schlafanzüge können, wenn sie getragen werden, ebenso wie Nachthemden eingepackt werden. Dazu sollten bequeme T-Shirts und Sweatshirts in die Kliniktasche gepackt werden. Im Idealfall sind die Schlafanzüge und Nachthemden vorne mit Knöpfen versehen. Das erleichtert das Stillen. Zudem sollten ein Bademantel und Bekleidungsstücke für den Heimweg eingepackt werden. Neben Straßenschuhen sollten auch Hausschuhe eingepackt werden. Natürlich sollte eine ausreichend große Menge an Slips und Socken nicht fehlen. Bei den Slips sollte darauf geachtet werden, dass in sie extra-große Binden eingelegt werden können. Diese extra-großen Binden werden benötigt, um den Wochenfluss aufzufangen. Diese gibt es zwar prinzipiell in allen Krankenhäusern, es kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass diese auch an die Mütter im Wochenbett kostenfrei verteilt werden. Auch wenn das Kind erst auf die Welt kommt, sollte Frau bereits Stillbüstenhalter und Stilleinlagen in die Kliniktasche packen. In der Regel sind hier zwei Stillbüstenhalter, wenn Stilleinlagen verwendet werden, ausreichend. Diese können bereits während der Schwangerschaft gekauft werden und sollten zwei Nummer größer als die normalen Büstenhalter gewählt werden. Daneben können bereits zwei bis drei Handtücher und Waschlappen in die Kliniktasche gelegt werden. Die Toilettentasche ebenfalls bereits gepackt werden. Hier können die Pflegeartikel eingepackt werden, die zuhause auch verwendet werden. Neben den Pflegeutensilien und Bekleidungsstücken sollten aber auch Dinge in die Kliniktasche, die das Warten auf das Kind erleichtern können. Hierzu gehören Bücher, der Ebook-Reader, Zeitschriften oder ein MP3-Player. Zudem sollten die wichtigsten Telefonnummern mitgenommen werden, damit alle informiert werden können, wenn das Baby endlich da ist. Ob Handys im Krankenhaus erlaubt sind, hängt von der Klinik selbst ab, wobei viele Kliniken das Telefonieren bereits genehmigen.

Für das Baby mitpacken

Natürlich kommen nicht nur Dinge für die Mutter in die Kliniktasche. Ist das Baby entbunden, benötigt es ebenso Bekleidungsstücke wie die Erwachsenen auch. Sicher haben die werdenden Eltern bereits etliches an Babybekleidung gekauft, von denen sie jetzt eine kleine Auswahl in die Kliniktasche packen können. Am praktischsten gerade während der ersten Tage sind Bodys, die an der Seite geöffnet werden. Diese müssen dem Kind nicht über den Kopf gezogen werden. In der Regel tragen Neugeborene Größe 56 bis 62. Sollte das Kind kleiner oder größer sein, müssen die Bodys kurz vor der Geburt gegen Kleinere oder Größere ausgetauscht werden. Daher sollten diese Bekleidungsstücke ganz oben in der Kliniktasche liegen. Zudem sollten Strampler, ebenfalls in Größe 56-62 eingepackt werden. Es sollten etwa sieben Bodys und sieben Strampler in die Kliniktasche gepackt werden, auch wenn diese vermutlich nicht alle benötigt werden. Auf gar keinen Fall dürfen Mützchen fehlen. Viele Babys haben nur einen leichten Flaum oder gar keine Haare auf dem Kopf, sodass sie über diesen leicht auskühlen können. Um das zu verhindern, sollten zudem eine warme Weste, ein Jäckchen für den Heimweg und eine kleine Wolldecke eingepackt werden. Zudem sollten Windeln in der Neugeborenengröße eingepackt werden. Auch diese gibt es wie die Binden in der Regel im Krankenhaus. Es gibt jedoch auch Kliniken, in denen die Eltern die Windeln selbst mitbringen müssen. Das sollte im Vorfeld geklärt werden. Es sollte aber auch darauf geachtet werden, dass zuhause genügend Windeln vorrätig sind. In den ersten Tagen hat die junge Familie genügend zu tun und sollte sich nicht auch noch um den Erwerb von Windeln kümmern müssen. Aber auch Feuchte Tücher sollten, insofern man eine spezielle Marke bevorzugt, eingepackt werden. Dasselbe gilt für die Waschlotion für das Baby, das ebenfalls bereits in die Kliniktasche gepackt werden kann. Für den Fall, dass die Mutter nicht stillen kann, können 1-2 Milchfläschchen in der Kliniktasche mitgenommen werden. Diese gibt es zur Not auch in der Klinik, wer das jedoch nicht möchte, kann diese, sowie das Milchpulver mitnehmen. Wird das nicht gemacht und das Baby bekommt in der Klinik ein spezielles Milchpulver, muss dieses zuhause erst einmal weiter verwendet werden.

Die Kliniktasche kurz vor der Geburt vervollständigen: Die wichtigsten Papiere

Mutterpass ist ein wichtiges Dokument, dass Sie mit in die Kliniktasche packen müssen.

Wichtiges Dokument, das unbedingt mit in die Kliniktasche gehört: der Mutterpass.

Einige Tage vor der Niederkunft oder wenn die ersten Wehen einsetzen, sollten die wichtigen Papiere bereitliegen und in der Kliniktasche verstaut werden. Zu den wichtigen Papieren gehört der Mutterpass, der Personalausweis, das Familienstammbuch und die Heiratsurkunde. Unverheiratete nehmen ihre Geburtsurkunde mit. Diese Unterlagen sind wichtig, um das Neugeborene beim Standesamt anzumelden. Zudem sollte, falls vorhanden, der Allergiepass mitgenommen werden und natürlich die Krankenversichertenkarte. Einige dieser Dinge können bereits sehr früh in die Kliniktasche, der Mutterpass, der immer mitgeführt werden muss, kann auch erst bei der Abreise in die Kliniktasche gepackt werden.

Sonstige nützliche Dinge für die Kliniktasche

In die Kliniktasche gehören nicht nur die zwingend notwendigen Dinge, sondern auch die, die einem am Herzen liegen. Das kann beispielsweise das Stillkissen sein, das bereits in der Klinik das Stillen für Mutter und Kind erleichtert. Zudem kann aber auch ein Massageöl oder ein Aromabad mitgenommen werden. Ein heißes Bad kurz vor der Niederkunft nimmt nicht nur Schmerzen, sondern sorgt dafür, dass die Muskeln sich entspannen. Es können aber weitere Dinge zur Entspannung mitgenommen werden. Dazu gehört die Lieblingsmusik oder auch Massagebälle, die viele Frauen bereits im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt haben. Zudem sollte Essbares mitgenommen werden. Gerade in großen Kliniken ist der Room-Service im Kreißsaal nicht vorhanden. Werdende Eltern können sich hier in der Regel lediglich mit Tee oder Mineralwasser versHelene-Souzaorgen. Nicht selten ist nicht einmal das Mineralwasser vorhanden. Hier sind die werdenden Eltern auf sich selbst angewiesen. Auch wenn in vielen Kreißsälen in der Regel kein Essverbot mehr besteht, möchte Frau in der Regel nicht viel essen. Aber gerade Kleinigkeiten wie Salzstangen oder Müsliriegel können hier gerade vom werdenden Vater zwischendurch gegessen werden. Aber auch Kaugummis oder Bonbons können zur Entspannung und Ablenkung gelutscht oder gekaut werden.

Nicht nur die Kliniktasche, sondern auch das Zuhause vorbereiten

All die Dinge, die in die Kliniktasche gepackt werden, benötigen die jungen Eltern auch Zuhause. Daher sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur die Dinge gekauft werden, die in die Kliniktasche kommen. Auch Zuhause werden Einlagen für den Wochenfluss, Windeln, feuchte Tücher und Stilleinlagen benötigt.

Alles auf einen Blick mit der Checkliste „Kliniktasche packen“

Damit Sie alles ganz bequem einpacken können, haben wir Ihnen eine Checkliste zum Packen der Kliniktasche vorbereitet. Die Liste können Sie sich als PDF speichern und ausdrucken.

Bildquellen:
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© Klaus Eppele / Fotolia.com

 

 

Klara

Über 

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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