Materialen für Babykleidung – Darauf sollten Sie achten!

Materialen für Babykleidung - Darauf sollten Sie achten!

Babykleidung ist nicht gleich Babykleidung. So steht hier in erster Linie der materielle Aspekt im Vordergrund. Denn zu berücksichtigen ist, dass die zarte Babyhaut ganz besonders empfindlich ist und somit auf etwaige Zusätze im Material hochsensibel reagiert. Nicht zu vergessen ist darüber hinaus die Tatsache, dass Babys Haut noch sehr dünn und demgemäß überaus reizbar ist. Daraus folgt, dass vor allem auch chemische Bestandteile von Babykleidung – gleich, welcher Art – zu massiven gesundheitlichen Problemen führen können.

(Schur-)Wolle, Baumwolle und Seide sind besonders geeignet für Babykleidung.

(Schur-)Wolle, Baumwolle und Seide sind besonders geeignet für Babykleidung.

Textile Materialien, die sich gut auf der Haut anfühlen, weich sind und nicht kratzen, sind für Babys unerlässlich. Vor allem Babywäsche, die ja direkt auf der Haut liegt, wie zum Beispiel Hemdchen, Bodys und ähnliche Unterwäsche sollten aus unbehandelten Materialien bzw. aus natürlichen Rohstoffen gefertigt sein. Dabei bieten sich (Schur-)Wolle, reine Baumwolle oder auch Produkte aus Seide geradezu an. Wissenswert ist, dass Baumwolle sehr strapazierfähig und noch dazu sehr robust und langlebig ist. Nichtsdestotrotz zeichnet sich dieses Material zumeist durch ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis aus. Bemerkenswert bei Seide und Wolle sind überdies die schweißabsorbierenden Eigenschaften. Und zwar ohne, dass sich die Materialien feucht oder klamm anfühlen. Insgesamt vermitteln besagte textile Stoffe ein gutes Hautgefühl, lassen die Haut atmen und sind noch dazu recht pflegeleicht.

Bei der Materialauswahl keine Kompromisse eingehen

Beachtenswert ist aber, dass es gerade auch im Billigpreis-Segment nach wie vor immer wieder Produkte aus besagten Materialien gibt, denen im Rahmen des Herstellungsprozesses Pestizide oder sonstige giftige bzw. chemische Stoffe – zum Beispiel in den Farbpartikeln – beigemengt wurden. Es lohnt sich daher, von Anfang an das Augenmerk auf die grundlegende materielle Beschaffenheit der Babykleidung zu legen und die Herstellerangaben zu berücksichtigen.

Wenn es um die farbliche Beschaffenheit von Babykleidung geht, empfehlen sich in erster Linie pastellfarbene, weiße oder naturfarbene Produkte. Vergleicht man diese nämlich mit farbenfrohen, leuchtend bunten Erzeugnissen, so fällt bei näherer Betrachtung der wesentlich höhere Farbstoffanteil auf. Erstere Materialien kommen bei der Herstellung mit weit weniger Farbpigmenten aus; ein Vorteil, der sich maßgeblich auf die Gesundheit des Babys auswirkt.

Auf Gütesiegel achten

Generell sollten sämtliche Kleidungsstücke explizit auf mögliche Schadstoffzusätze hin überprüft werden. Viele Institutionen haben es sich somit zur Aufgabe gemacht, geeignete Babykleidung „auf Herz und Nieren“ zu prüfen und die Qualität durch die Vergabe spezieller Siegel zu unterstreichen. In jedem Fall sollte auf synthetisch hergestellte Stoffe verzichtet werden. Idealerweise kommen zum Beispiel Textilien mit entsprechendem Gütesiegel in Betracht, wobei das „Ökotex-Siegel“ unter anderem zu den bekanntesten zählt.

Mit Blick auf die passende Materialauswahl für Babykleidung sollte auch die jeweilige Jahreszeit bzw. die aktuellen Witterungsbedingungen nicht außer Acht gelassen werden. UV-Schutzkleidung kann auf effiziente Weise dazu beitragen, die Haut der lieben Kleinen während der sommerlichen Jahreszeit gegen übermäßige Sonnenbestrahlung zu schützen. Gleichwohl ist es von Relevanz, bei warmen Außentemperaturen auf leichte, atmungsaktive Stoffe zu achten, sodass Hitzestauungen, übermäßiges Schwitzen und Co. schon im Vorfeld verhindert werden kann. Die Wärmeregulierung soll dadurch unterstützt werden, sodass sich das Baby rundum wohl fühlt.

Babys wollen sich in ihrer Haut wohlfühlen

Knöpfe und Reißverschlüsse sollten bei Babykleidung nickelfrei sein.

Knöpfe und Reißverschlüsse sollten bei Babykleidung nickelfrei sein.

Sowohl bei „normaler“ Babyhaut, als auch bei Babys, die mit besonderen Hautproblemen zu kämpfen haben, zum Beispiel mit erhöhter Sensibilität oder gar mit Neurodermitis, kommt es freilich nicht nur auf besonders hautschonende Materialien an. Die natürliche Beschaffenheit auf der einen, ein möglichst geringer Farbstoffanteil auf der anderen Seite – aber auch die integrierten festen Bestandteile, wie zum Beispiel Knöpfe, Reißverschlüsse und so weiter sollten aus möglichst hautfreundlichen Materialien bestehen. Vor allem Unterwäsche, Bodies et cetera, die ja in der Regel mit Druckknöpfen ausgestattet sind, sollten daher in Augenschein genommen werden. Sind besagte Teile aus nickelfreien Materialien, steht einem Kauf nichts im Wege, denn so trägt man zusätzlich zum Schutz der sensiblen Babyhaut bei.

Ganz gleich, ob Mützen, Unterwäsche, Socken, Kleidchen, Hosen, Shirts oder Pullover: Es lohnt sich erfahrungsgemäß, beim Kauf lieber ein bisschen mehr Geld für besagte Babykleidung auszugeben. Hochwertige Babykleidung zeichnet sich nämlich nicht nur durch ihre gute Verarbeitung aus, sondern gleichwohl dadurch, dass weitestgehend schadstofffreie Materialien und wenig Farbe bei der Herstellung zum Einsatz kamen. Auch werden besagte Artikel zumeist im Vorfeld von entsprechenden Instituten auf ihre materielle Beschaffenheit hin überprüft. Grundsätzlich ist es ein Leichtes, die „richtigen“ Anbieter für Babybekleidung zu finden. Die weite Welt des Internet hält diesbezüglich eine Reihe von Vergleichsportalen bereit, bei denen sich interessierte Eltern ausführlich über die jeweiligen Vorzüge informieren können. Auch sollten dabei die entsprechenden Kundenbewertungen berücksichtigt werden.

Die breite Angebotsvielfalt der Händler prüfen

Immer wieder hält der Babyhandel auch Babykleidung aus Kunstfasern bereit. Leider sind diese nicht atmungsaktiv bzw. luftdurchlässig und können demgemäß gerade im Sommer durch Hitzestauungen Hitzschläge beim Baby herbeiführen. Nichtsdestotrotz sind diese Kunststoff-Utensilien in vielen Bereichen unverzichtbar. Regenbekleidung oder Abdeckungen für Kinderwagen, Buggys und so weiter, die aus Kunstfasern bestehen, sind robust und langlebig und überaus funktional.

Babykleidung sollte vor dem ersten Tragen bei 60 Grad gewaschen werden - Dabei unbedingt auf Weichspüler verzichten!

Babykleidung sollte vor dem ersten Tragen bei 60 Grad gewaschen werden – Dabei unbedingt auf Weichspüler verzichten!

So wichtig es im Übrigen ist, auf möglichst hautfreundliche Babybekleidung zu achten und in erster Linie auf natürliche Materialien zurückzugreifen, so relevant ist in diesem Zusammenhang auch der Aspekt der Pflege. Die möglichst parfumfreien Waschmittel sollten sich daher ebenso durch ihre besondere Hautverträglichkeit auszeichnen. Überhaupt ist es ratsam, neu gekaufte Babykleidung, aber auch Second-Hand-Ware vor dem ersten Tragen bei sechzig Grad in der Maschine zu waschen. Auf diese Weise können mögliche vorhandene Schmutzpartikel sowie auch Chemikalienrückstände restlos entfernt werden. Umso besser, wenn für die Wäsche generell unparfümierte Waschmittel zum Einsatz kommen, die sich durch besonders hautschonende Eigenschaften auszeichnen. Auf Weichspüler und andere Zusätze sollte freilich möglichst verzichtet werden. Die darin enthaltenen Duftstoffe sind zumeist chemisch hergestellt und können – das haben wissenschaftliche Tests bewiesen – sowohl über die Haut, als auch über die Atmung in den Körper gelangen.

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Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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