Muttermilch

Muttermilch - Das Beste für Ihr BabyDie Werbung eines bekannten Nahrungsmittelherstellers für Babys bringt es auf den Punkt: Muttermilch ist das Beste für Babys. Sie liefert neben wertvollen Nährstoffen auch wichtige Abwehrkräfte, die nach der Geburt für das Kind von großer Wichtigkeit sind. Doch nicht immer ist Muttermilch zur alleinigen Ernährung von Babys geeignet.

Was über die Muttermilch mitgegeben wird

Über die Muttermilch bekommen die Säuglinge nicht nur wertvolles Eisen, sondern auch andere Stoffe wie abwehrfördernde Enzyme mit. Dies ist für eine optimale Entwicklung sehr wichtig. Die Zusammensetzung der Milch verändert sich nach der Geburt von Monat zu Monat, um der Entwicklung des Kindes auch gerecht werden zu können.

Daher ist auch eine gesunde Ernährung wichtig, um den Kindern die eigens aufgenommenen Mineralstoffe weitergeben zu können. Vorsicht ist geboten bei Nahrungsmitteln, die bei den Kindern zu Blähungen führen können.

Muttermilch abpumpen und lagern

Das Abpumpen der Muttermilch kann einem Milchstau vorbeugen.

Das Abpumpen der Muttermilch kann einem Milchstau vorbeugen.

Stillende Mütter können mit unter das Problem haben, dass nach der Geburt zu viel Milch produziert wird oder das Kind nicht die gesamte Brust auf einmal entehrt. Um einen Milchstau oder gar eine Brustentzündung zu vermeiden, kann die Milch mit einer Elektro- oder Handpumpe gesammelt und in speziellen Muttermilchbehältern sogar bis zu sechs Monate eingefroren werden. Bei der Aufbewahrung im Kühlschrank ist die luftdicht verpackte Milch bis zu 5 Tage lang haltbar. Sogar bei Zimmertemperatur zwischen 17°C und 25 °C kann die Muttermilch bis zu 8 Stunden aufbewahrt werden.

Wird sie später benötigt, kann die Milch entnommen und verwendet werden. Das ist vor allem von Vorteil, wenn Sie als Mutter mal ein paar Stunden oder sogar einen ganzen Tag lang getrennt sind. Das Neugeborene kann trotz Ihrer Abwesenheit Muttermiclh bekommen. Grundsätzlich sollte die Milch jedoch so frisch wie nur möglich für das eigene Kind gegeben werden, da sich bei unsauberer Lagerung Keime bilden können.

Medikamente und Muttermilch

Muss eine Mutter auf Grund einer Erkrankung Medikamente einnehmen, so ist grundsätzlich eine Stillpause einzulegen, denn die medizinischen Wirkstoffe werden durch die Milch an das Kind weitergegeben.

In dieser Zeit muss auch die abgepumpte Muttermilch entsorgt werden. Hinsichtlich der Pille gehen die Meinungen auch deutlich auseinander, denn es gibt Präparate, die nach der Geburt zur Verhütung eingenommen werden dürfen und die Babys dennoch weiter voll gestillt werden können.

Allerdings gibt es hier keine Langzeitstudien, die belegen, dass die Hormone nicht doch über die Muttermilch an das Kind weitergegeben werden. Die Mutter selbst muss entscheiden, ob sie in dieser Zeit nicht auf andere Verhütungsmittel greift.

Allergien und Stillen

Wenn nichts dagegen spricht, sollten Sie Ihr Baby stillen.

Wenn nichts dagegen spricht, sollten Sie Ihr Baby stillen.

Stillen galt lange Zeit als sicheres Mittel, Allergien vorzubeugen und so den Kindern einen guten Start nach der Geburt zu garantieren. Doch aktuelle Studien belegen, dass bereits vorbelastete Eltern ihren Kindern das Allergierisiko vererben.

Zudem kann eine stillende Mutter durch einen Allergieschub nicht nur Antikörper, sondern auch allergieauslösende Stoffe über die Muttermilch an den Säugling weitergeben.

Auch Asthma kann nicht durch Stillen verhindert werden, da für den Ausbruch, wie auch bei einer Allergie, viele Faktoren aufeinander treffen müssen. Dennoch ist es ratsam, wenn keine Gründe gegen Stillen sprechen, dies in den ersten Monaten möglichst als alleiniges Nahrungsmittel zu nutzen.

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Klara

Über 

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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