Stillen

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Nach der Geburt stellt sich für die frisch gebackene Mutter die Frage, ob das Kind an der eigenen Brust gestillt oder mit der Flasche versorgt werden soll. Letzterem wird nachgesagt, es sei der Grund der vermehrt auftretenden Allergien. Doch gerade beim Stillen herrschen unterschiedliche Ansichten

Mehr zu den Vorteilen und den möglichen Nachteilen, die das Stillen mit sich bringen kann finden Sie hier: Vor- und Nachteile des Stillens

Wie lange soll gestillt werden?

Die Meinungen, wie lange Stillen generell sinnvoll und vor allem auch gesund ist, geht weit auseinander. Früher galt, je länger das Kind nach der Geburt gestillt wird, desto besser ist dies für die Abwehrkräfte des Säuglings. Neuere Meinungen gehen dahin, dass bereits eine Stillzeit von wenigen Wochen nach der Entbindung viele positive Effekte für das Baby mit sich bringt, aber auch nach dem vierten Monat sogar zur Gabe von Beikost geraten wird.

Einige Hebammen raten vom Stillen ab, wenn das Kind älter als ein halbes Jahr alt ist. Dies wird mit der Veränderung der Muttermilch begründet, die zum einen das Kind nicht mehr sättigt, zum anderen nicht mehr die nötigen Nährstoffe beinhaltet.

Stillrhythmus für ein zufriedenes Baby

Viele Hebammen sind dazu übergegangen, das Stillen nach Bedarf zu empfehlen, da die Babys ihren eigenen Rhythmus haben.

Viele Hebammen sind dazu übergegangen, das Stillen nach Bedarf zu empfehlen, da Babys ihren eigenen Rhythmus haben.

Auch hier hat sich die Ansicht im Gegensatz zu früher stark verändert und eine neue Richtung wurde eingeschlagen. Bis vor wenigen Jahren wurde von den Hebammen und Schwestern nach der Geburt ein Rhythmus von vier Stunden empfohlen, der von den Müttern unbedingt eingehalten werden sollte. Doch gerade beim Stillen nehmen die Kinder meist weniger Milch als über die Flasche auf und bekommen daher schneller wieder Hunger.

Viele Hebammen sind dazu übergegangen, das Stillen nach Bedarf zu empfehlen, da die Babys ihren eigenen Rhythmus haben und dieser sich im Laufe der Zeit von selbst auf ein gesundes Maß einpendelt. So kann ein Kind nach der Geburt auf Grund der Größe und des Gewichtes durchaus alle eineinhalb Stunden an die Brust angelegt werden.

Zu wenig oder keine Milch – Wenn Stillen nicht möglich ist

Nicht immer haben die Frauen nach der Geburt genug Milch, um das eigene Kind zu stillen. Stress oder ein zu geringes Körpergewicht können Ursachen dafür sein. Hilfreich kann es sein, milchfördernde Getränke wie Malzbier zu trinken, um den Milchfluss anzuregen. Generell sollte auf ausreichend Flüssigkeit während der Stillzeit geachtet werden. Allerdings ist bei einigen Inhaltsstoffen Vorsicht geboten, denn gerade in Salbei- oder Pfefferminztee sind Wirkstoffe enthalten, die den Milchfluss beeinflussen.

Stillkurse und Stillberatung

Nicht selten kommt es zu Problemen, gerade wenn es sich um das erste Kind handelt. Hilfe bieten hier sogenannte Stillberaterinnen, die eine besondere Weiterbildung absolviert haben und den Müttern nützliche Tipps fürs Stillen geben können. So wird entweder in kleinen Gruppen mit den Babys oder auch bei Einzelterminen gezeigt, wie das Kind angelegt wird, wie der Milchfluss optimal ist oder auch wie bei einer Brustentzündung behandelt werden muss.

Stillen wird hier als Handwerk gesehen, welches die Frauen erlernen können.

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Klara

Über 

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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