Übelkeit in der Schwangerschaft

Übelkeit tritt vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel auf.

Der Beginn einer Schwangerschaft geht meist mit typischen Schwangerschaftssymptomen einher, die von Mutter zu Mutter unterschiedlich sind. Neben anfänglichem Ziehen in der Brust sowie Dauermüdigkeit und Kopfschmerzen tritt vor allem Übelkeit auf, die den Schwangeren besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel zu schaffen macht.

Gründe für die Schwangerschaftsübelkeit

Die Gründe für das Auftreten der Übelkeit liegen meist darin, dass der Geruchssinn von Schwangeren stärker ausgeprägt ist, als vor der Schwangerschaft. Bereits kleinste Geruchsveränderungen können die Beschwerden verursachen. Auch der hohe Anteil des Schwangerschaftshormones HCG im Blut ruft während der Schwangerschaft bei acht von zehn Schwangeren starke Übelkeit und oftmals sogar Erbrechen hervor. Zwar gibt es spezielle Medikamente, die eine Besserung bewirken können, doch sollte grundsätzlich abgewogen werden, ob die Einnahme in einem vertretbaren Verhältnis zum Kindswohl steht.

Was bei Übelkeit hilft – Tipps von der Hebamme

Milch schluckweise Trinken hilft gegen die Schwangerschaftsübelkeit.

Milch schluckweise Trinken hilft gegen die Schwangerschaftsübelkeit.

Die auftretende Übelkeit in der Schwangerschaft wird von vielen Müttern als eine Einschränkung im Alltag empfunden, da diese nicht nur, wie oft angenommen, nur nach dem Aufstehen auftritt, sondern den ganzen Tag anhalten kann.

Hebammen raten bei übermäßiger Übelkeit in der Schwangerschaft dazu, es erst einmal mit dem schluckweise Trinken von Milch zu versuchen. Die darin enthaltenen Stoffe beruhigen den Magen meist schnell. Auch Mandeln können helfen, wenn diese langsam zerkaut werden, wobei meist eine ausreichend ist. Alternativ gibt es eine Auswahl von Globuli, die eingenommen werden können.

Meist nur im ersten Drittel

Die Übelkeit während der Schwangerschaft tritt meist nur im ersten Drittel auf und wird nach der 12. Schwangerschaftswoche bessern. Dies rührt daher, dass zwischen der 12. und 14. Woche die Plazenta die Versorgung des Kindes übernimmt und dadurch auch die Ausschüttung der Hormone verringert wird. Allerdings kann es auch im letzten Schwangerschaftsdrittel noch einmal zu Übelkeit kommen. Das Kind drückt nämlich nun durch seine erreichte Größe den Magen nach oben und so kommt es zum Unwohlsein. Meist wird dieses Schwangerschaftsleiden von Sodbrennen begleitet, was landläufig auch auf Kinder mit besonders langen und dunklen Haaren hindeuten soll.

Wenn keine Besserung in Sicht ist

In wenigen Fällen kann die Übelkeit in der Schwangerschaft so starke Formen annehmen, dass die Mütter weder Flüssigkeit noch Nahrung zu sich nehmen können oder diese sofort wieder erbrechen. In einem solchen Fall muss umgehend der Arzt aufgesucht werden, der meist die Einweisung ins Krankenhaus veranlasst.

Besonders, da Mutter und Kind durch einen solchen Mangel in der Schwangerschaft nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, ist schnelles Handeln gefragt.

Schwanger, bei denen eine psychische Belastung auftritt, sollten einen vertauenswürdigen Arzt aufsuchen.

Schwanger, bei denen eine psychische Belastung auftritt, sollten einen vertauenswürdigen Arzt aufsuchen.

Übelkeit und Psyche

Zwar schadet eine normale Form der Morgenübelkeit dem Kind in keinster Weise, doch kann gerade bei längeren Beschwerden auch die Psyche ins Spiel kommen.

Da meist gegenüber den Schwangeren ein deutliches Unverständnis für die Situation geäußert wird, können bei den ohnehin schon empfindlichen Müttern schnell Depressionen auftreten, die noch in der Schwangerschaft behandelt werden müssen.

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Kimberly Kolmorgen

Über 

ist Mama von zwei wunderbaren Kindern und unsere Expertin rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt.

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