Kinderwagen-Modelle – vom Buggy bis zum Sportwagen!

Bild von Kinderwagen

Der Kinderwagen ist ein wichtiges Fortbewegungsmittel in der Kleinkinderzeit. Wenn das Kind nicht im Auto transportiert wird, dann leistet ein Kinderwagen auf kurzen oder langen Strecken die gleichen Dienste. Zudem sorgt ein Kinderwagen dafür, dass der Nachwuchs regelmäßig an die frische Luft kommt. Die verschiedenen Kinderwagenmodelle sind auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtet. Einige nehmen eine Babyschale auf, andere eigenen sich zum Joggen oder bieten Baby und Mama einen ganz speziellen Komfort. Der Kinderwagenratgeber unterstützt Sie bei der richtigen Kaufentscheidung.

Klassische Kinderwagen für die erste Zeit

In einem Erstlingswagen fühlt sich das Baby schon kurz nach der Geburt wohl. Ein Erstlingswagen besteht aus einem gefederten Gestell und einer gepolsterten Babywanne. Die großen Räder des Kinderwagens federn Stöße ab. Eine Plane sorgt für Schatten und schummriges Halbdunkel. In der Babywanne kann das Baby in den ersten Monaten sein Schläfchen zwischendurch halten. Umwelteinflüsse, Krach und Erschütterungen werden wirksam gemindert. Sobald das Baby sitzen kann sollte es in einen Buggy oder Sportwagen umziehen.

Kombikinderwagen – die Partner für jede Situation

Frische Luft tut jedem Kind gut!

Frische Luft tut jedem Kind gut!

Der Kombikinderwagen begleitet das Kind eine lange Zeit. Der Kinderwagen besteht aus einem solidem Grundgestell auf das die Babytragetasche/Babyschale als auch der Sportwagenaufsatz montiert werden kann. In die Babytragetasche passt das Kind circa neun Monate. In der Tragetasche liegt es sicher und geborgen. Durch die Plane eignet sich die Tragetasche auch als Schlafstelle. Das Kind hat genügend Platz und kann nicht herausfallen. Die Tragetasche kann komplett abgenommen und mit dem Kind in die Wohnung getragen werden. Bei älteren Modellen wird die Babytragetasche durch Umklappen der Rückenlehne des Sportwagenaufsatzes aufgenommen. Bei neuen Modellen sind Babytragetaschen und Sportwagenaufsatz zwei einzelne Komponenten. Für eine Fahrt mit dem Sportwagenaufsatz muss das Kind sitzen können. Dieser ist offen und bietet viele interessante Ausblicke. Kombikinderwagen sind für eine Fahrt im Gelände zusätzlich gefedert. Durch die breite Bauweise hat das Kind viel Platz. Es wird durch einen gepolsterten Frontbügel und Hosenträgergurte auf seinem Platz gehalten. Luftbereifte Räder lassen sich gut steuern. Unter dem Kinderwagen befindet sich ein Kinderwagenkorb. Einkäufe und die Wickeltasche finden dort ausreichend Platz. Eine Feststellbremse sorgt für Sicherheit. Durch die breite Bauweise eignen sich Kombikinderwagen weniger zum Einkaufen. Sonst sind Sie ein überaus verlässlicher Begleiter. Mit Sonnendach und Regenschutz und einem Fußsack ist ein Kombikinderwagen perfekt ausgestattet.

Mit dem Buggy zur Einkaufstour

Ein Buggy ist besonders wendig. Dieser Kinderwagen macht in der Stadt eine gute Figur und eignet sich für Einkaufstouren. Er lässt sich schnell zusammenfalten und die Treppe hinauftragen. Er nimmt im Kofferraum des Autos oder in Bus und Zug nicht viel Platz weg. Wenn sich die Rückenlehne verstellen lässt, dann kann das Kind auch darin schlafen. Feststellbare Räder am Kinderwagen sind für das offene Gelände hilfreich. Ein Sonnenschirm schützt das Kind vor zu starker Sonneneinstrahlung. Die Griffe sollten verstellbar sein. Etwas Stauraum für Einkäufe oder Pflegeprodukte ist hilfreich. Ihr Kind sollte selbstständig sitzen können, wenn Sie es zum ersten Mal in einem Buggy transportieren wollen. Ein Rückhaltesystem mit Hosenträgergurten sorgt dafür, dass das Kind nicht hinausfällt oder nach unten durchrutscht. Für Kopfsteinpflaster und steiniges Gelände eignen sich Buggys mit luftbereiften Rädern. Ein Buggy darf bis zu 10 kg Leergewicht aufweisen. Ist der Buggy schwerer, dann können Buggy und Kind gemeinsam schlecht angehoben werden.

Sportwagen/Jogger & Skater fürs Gelände

Wenn Sie mit ihrem Kind Sport treiben wollen, dann muss der Kinderwagen dafür extra ausgewiesen sein. Die wenigsten Sportwagen eignen sich für den Sport. Der Begriff wurde ursprünglich für Kinderwagen mit Sportaufsatz eingeführt. Als Jogger werden dreirädrige Kinderwagen bezeichnet. Solche Kinderwagen sind stabiler als Buggys und wendiger als Kombikinderwagen. Wenn Sie mit Babyschale oder Softtragetasche ausgestattet sind, dann können diese Wagen schon von der Geburt an benutzt werden. Sie sind flexibel wie ein Buggy, jedoch viel bequemer für das Kind und werden oft als Shopper bezeichnet. Die Modelle sind mit einem 5-Punkt-Gurt ausgestattet. Ein Frontbügel schützt das Kind zusätzlich. Die verstellbare Rückenlehne und Fußstützen bieten viel Komfort.

Echte Jogger besitzen eine entsprechen Kennzeichnung. Sie sind so ausgestattet, dass sich Kind beim Umfallen des Wagens am wenigsten verletzt. Sie dürfen Ihr Kind mit ins Gelände nehmen, wenn Muskulatur und Kochen die Stöße abfedern können. Das ist frühestens mit einem Jahr der Fall. Im Alltag sind diese Kinderwagen sehr wendig. Sie lassen sich gut um Hindernisse manövrieren und bieten mit verstellbarer Rückenlehne Gelegenheit für ein Schläfchen. Ein Einkaufskorb unter der Sitzfläche sorgt für den nötigen Stauraum. Die Lenkstange muss sich an die Körpergröße der Begleitperson anpassen lassen. Durch eine Handbremse kann der Jogger schnell zum Stillstand gebracht werden. Die Feststellbremse wirkt auf beide Hinterräder. Ein „Muss“ für Geländetouren sind eine gute Federung und Lufträder.

Zwillingskinderwagen/Tandemwagen

Zwillingskinderwagen - Das richtige Transportmittel für Zwillinge!

Zwillingskinderwagen – Das richtige Transportmittel für Zwillinge!

Zwillinge oder zwei Kinder mit einem geringen Altersunterschied werden am besten in Zwillingskinderwagen oder Tandemwagen transportiert. Während die Kinder beim Zwillingskinderwagen nebeneinander sitzen, sitzen sie im Tandemwagen hintereinander. Das ist bei Streithähnen von Vorteil. Tandemwagen sind schmaler als Zwillingskinderwagen. Sie passen durch jede Eingangstür. Der hintere Sitz lässt sich bei vielen Tandems durch eine Babyschale für das jüngere Kind ersetzten. Achten Sie beim Kauf des Kinderwagens auf eine leichte Lenkbarkeit, da die Wagen schwer und sperrig sind. Geschwisterkinderwagen können als Kombikinderwagen oder als Buggy ausgeführt sein. Sie sollten unbedingt viel Stauraum besitzen, da eine Tasche nicht noch zusätzlich getragen werden kann. Zwillingskinderwagen müssen stabiler sein als normale Kinderwagen. Sie müssen das doppelte Gewicht tragen. Sicherheitsgurte und Schutzbügel sorgen dafür, dass sich kein Passagier selbstständig macht.

Welcher Kinderwagen passt zu mir?

Überlegen Sie sich vor dem Kauf: Was soll der Kinderwagen leisten? Während in der Stadt der Buggy mit kleinem Wendekreis bevorzugt wird, eignen sich gut gefederte Kombikinderwagen für das Gelände. Wer viel Sport treibt, der sollte auf einen Jogger zurückgreifen. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Kinderwagen in den Kofferraum des Autos passt und ob Sie damit öffentliche Verkehrsmittel in Anspruch nehmen können. Ein guter Kinderwagen muss sich einfach zusammenklappen und wieder aufstellen lassen. Ein zerlegbarer Wagen lässt sich leicht reinigen. Achten Sie auf Prüfsiegel wie das TÜV-Zeichen oder das GS-Siegel. Diese Modelle wurden von Testinstituten geprüft. Als sehr sicher gelten 5-Punkt-Gurtsysteme und gepolsterte Schutzbügel. Gestänge und Verbindungen aus Metall haben sich in den Tests als stabiler erwiesen als Ausführungen in Kunststoff. Das gilt auch für die Räder. Achten Sie beim Kauf darauf, dass sich Bezüge reinigen lassen. Reflektoren, Feststellbremsen und Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Zusammenklappen zeichnen Markenkinderwagen aus. Sie lassen sich mit Fußsack, Regen- und Sonnenschutz nachrüsten.

Bildquellen:
Bild 1: Fotolia.com
Bild 2: © Superingo / Fotolia.com
Bild 3: © dacasdo / Fotolia.com

Klara

Über 

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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