Vitamine in der Schwangerschaft: Was ihrem Körper nicht fehlen darf

Refrigerator full of foodEigentlich ist der Kalorienbedarf in den ersten Monaten im Verlauf einer Schwangerschaft nicht höher, dennoch verspüren viele Frauen deutlich mehr Appetit – das bedeutet jedoch nicht, dass man, wie oft angenommen wird, „für zwei“ essen muss. Viel wichtiger ist, dass man den Körper in dieser Zeit mit sämtlichen notwendigen Vitaminen versorgt, damit das Baby gesund zur Welt kommt.

Denn erst durch die richtige Zufuhr an Vitaminen wird der Körper kräftig und leistungsfähig, das gilt auch für das Nerven- sowie für das Immunsystem. Vitamine tragen auch zur Lebensfreude bei und sind beispielsweise dazu in der Lage, Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln.

Folsäure – Das spezielle B-Vitamin

Sehr bedeutsam ist die Folsäure, ein spezielles B-Vitamin in der Schwangerschaft. Es ist dazu da, rote Blutkörperchen zu bilden und reifen zu lassen. Darüber hinaus kontrolliert die Folsäure das Wachstum sowie auch die Zellteilung. Nimmt man zu wenig davon zu sich, kann es schnell zu Problemen bei der Verdauung bzw. zur Blutarmut kommen. Das allein ist jedoch nicht so schlimm – kritischer wird es erst, wenn durch diese Unterversorgung der so genannte Neuralrohrdefekt eintritt, bei dem Fehlbildungen im Rückenmark bzw. im Gehirn des Kindes die Folge sein können.

Folsäure in der Schwangerschaft – ein wichtiger Aspekt

Schon zu Beginn der Schwangerschaft sollte man daher das Doppelte der normalerweise empfohlenen Menge an Folsäure zu sich nehmen, um diesem Defekt vorzubeugen – so raten Experten. Ideal ist eine etwaige Tagesdosis von 600 Mikrogramm Folsäure, dies entspricht 0,6 mg. Sehr wichtig ist, diese Einnahme schon in den ersten frühen Phasen der Schwangerschaft zu beginnen – falls ein Neuraldefekt vorliegt, so entwickelt dieser sich schon in der dritten Schwangerschaftswoche. Noch besser ist es, Folsäure schon ab dem Absetzen der Pille vermehrt einzunehmen. Auf diese Weise ist man in jedem Fall auf der sicheren Seite.
Lebensmittel, die sehr reich an Folsäure sind, sind unter anderem Blumen-, Grün- und Rosenkohl sowie auch Broccoli, Spargel, Spinat, Weizenkeime, Roggenvollkorn und Tomaten. Das gilt auch für Früchte wie Mangos, Apfelsinen und Bananen.

Vitamine in der Schwangerschaft für verbesserte Stimmung und Knochenbildung

Ein weiteres sehr wichtiges Vitamin ist das Vitamin D, welches maßgeblich am Wachstum der Zähne und der Knochenbildung beteiligt ist. Dieser Bedarf kann allerdings sehr leicht von Milchprodukten gedeckt werden. Auch Seefisch, wie Hering, Makrele oder Forelle erfüllt diesen Zweck. Vitamin D wird auch körpereigen gebildet, wenn vermehrt Sonnenlicht auf unsere Haut trifft. Umgekehrt lassen Mangelerscheinungen schnell trübsinnige Stimmung, Müdigkeit und ein Schlappheitsgefühl aufkommen.
Um weitere Informationen zu erhalten und zu erfahren, welche Vitamine und Nährstoffe in der Schwangerschaft für den eigenen Körper besonders wichtig sind, besucht man am besten einen Arzt, der einem darüber Auskunft geben kann.

Bildquelle: © Africa Studio / Fotolia.com

Kimberly Kolmorgen

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ist Mama von zwei wunderbaren Kindern und unsere Expertin rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt.

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