Was tun wenn das Baby schreit?

Weinendes-Baby

Bild von schreiendem Baby

Die Vorfreude auf ein Baby ist großartig und eine Geburt ist jedes Mal ein Wunder. Leider holt der Alltag junge Eltern aber oft nur zu schnell ein und besonders die durchwachten Nächte sind eine echte Strapaze. Denn wenn das Baby schreit, sind Eltern oft unsicher und übertragen ihre Unruhe dann auch auf das Kind. Babygeschrei ist aber erst einmal kein Grund zur Beunruhigung, sondern nur ein Hilferuf des kleinen Wesens, das sich noch nicht differenziert äußern kann.

Die häufigsten Gründe für Babygeschrei

Ein Baby verbringt die Zeit im Mutterleib in vollkommener Sorglosigkeit. Hunger, Müdigkeit, Kälte oder Schmerzen lernt es erst nach seiner Geburt kennen und im ersten Lebensjahr ist ein Baby kaum in der Lage, seinen Eltern zu sagen, ob es hungrig ist oder lieber ein Schläfchen machen will. Babys äußern sich grundsätzlich erst durch Weinen, dann auch durch lautes Schreien, wenn ihre Bedürfnisse nicht befriedigt werden. Für Eltern ist es daher wichtig, sich dem Rhythmus ihres Kindes anzupassen und immer im Auge zu behalten, wie lange die letzte Mahlzeit her ist und wann das Kind zuletzt geschlafen hat. Bei Säuglingen kann das Schlafbedürfnis allerdings sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, also sollte man auch auf Anzeichen von Müdigkeit wie Gähnen oder das niedlich unbeholfene Augenreiben achten. Auch Kälte, Wärme oder zu stickige Luft können ganz normale Gründe für „Babyalarm“ sein. Manche Babys „krähen“ und schreien auch, wenn sie sich Aufmerksamkeit wünschen und hochgehoben werden wollen – denn das Bedürfnis nach körperlicher Nähe und Zuwendung ist bei einigen Babys sehr stark ausgeprägt. Andere Babys haben ein ruhigeres Temperament und hören erst auf zu schreien, wenn sie von einer warmen und weichen Wiege aus die Geschehnisse in der Familie still beobachten können.

Babygeschrei und gesundheitliche Ursachen

Das erste Lebensjahr bringt viele körperliche Umstellungen mit sich, und wenn das Baby schreit, obwohl alle vordergründigen Bedürfnisse befriedigt sind, sollten Eltern die medizinische Ursache abklären lassen. Viele Babys leiden in den ersten Lebensmonaten unter Koliken, die starke Schmerzen verursachen. Oft hilft hier ein homöopathisches Mittel vom Kinderarzt, manchmal reicht es aber auch aus, das Baby mit dem Bauch nach unten auf den Unterarm zu legen und beruhigend hin und her zu tragen. Auch die ersten Zähne verursachen Babygeschrei und kündigen sich durch rotes, geschwollenes Zahnfleisch an. Manchmal gibt es aber auch Schreikinder, bei denen keine offensichtliche Ursache vorliegt. Die Gründe für anhaltendes Schreien können von einem Geburtstrauma bis zur Hochbegabung reichen und sollten in einer Schreiambulanz erforscht werden.

Bildquelle: Melimama / Wikimedia Commons

Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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