Spaß im Wasser: Das Babyschwimmen

Spaß im Wasser: Das Babyschwimmen

Das Babyschwimmen hat einen regelrechten Boom erlebt. Es gibt aufgrund der Beliebtheit wahrscheinlich kaum ein größeres Schwimmbad, das keinen Kurs mit dieser Wassergymnastik im Programm hat. Viele Eltern genießen diese sportliche Betätigung und das Zusammensein mit ihrem Kind, doch auch die Babys lieben meist das Wasser und profitieren davon. Der folgende Ratgeber erläutert Ihnen alles Wissenswerte rund um das Thema, wann damit begonnen und was dabei beachtet werden sollte.

Was ist Babyschwimmen?

Beim Babyschwimmen lernt das Baby nicht schwimmen, wie es der Name vermuten lässt. In erster Linie geht es darum, mit dem Kind eine schöne Zeit zu verbringen. Es wird mit viel Freude an das Wasser herangeführt. Für das Baby ist es eine faszinierende Erfahrung, sich im Wasser ausgiebig zu bewegen. Der große Spaß und das Stärken der Beziehung zwischen Eltern und Baby stehen hierbei im Mittelpunkt. Das Schwimmen mit dem Baby hat aber auch viele gesundheitliche Vorteile für das Kind und hilft ihm dabei, das Schwimmen später schneller richtig zu erlernen.

Wann sollte mit dem Babyschwimmen begonnen werden?

Ihr Baby darf ab dem dritten Lebensmonat bei diesem Kurs mitmachen. Sie lernen während des Kurses, wie das Kind im Wasser richtig gefördert wird. Es werden Grundgriffe, Techniken des sanften Festhaltens und vieles mehr geübt. Meist dauert der Kurs ein Jahr. Eine Kurseinheit dauert maximal 45 Minuten, wobei bei einem Kind unter einem Jahr auch 30 Minuten ausreichend sind. Bleibt das Baby länger im Wasser, wird es möglicherweise überfordert. Die Temperatur des Wassers sollte mindestens 32 Grad Celsius betragen. Bei Kindern, die drei bis sechs Monate alt sind, dürfen es auch gern noch einige Grad mehr sein. Je kleiner das Baby ist, desto schneller kühlt es auch aus.

Die Vorteile des Babyschwimmens für das Kind

Skelett und Muskulatur

Laut Studien entwickeln sich die Skelettstrukturen der Babys, die sehr früh im Wasser sind, schneller. Kinder, die in einem Babyschwimmkurs mitgemacht haben, können ihre Wirbelsäule meist schon nach sechs Monaten strecken. Die runde Form der Wirbelsäule bleibt im Normalfall bis zum 12. Lebensmonat erhalten. Bei Babys, die sich sehr früh im Wasser bewegen, bilden sich zudem physiologische Abweichungen, die unter der Geburt entstanden sind, häufig zurück. Die Bewegung im Wasser kräftigt die gesamte Körpermuskulatur des Kindes.

Atemsystem

Das Atemsystem ist bei den Neugeborenen noch nicht vollständig ausgereift. Daher ist anfangs nur eine reine Brustatmung möglich. Ungefähr ab der achten Woche lernt das Baby die tiefe Bauchatmung, wodurch das obere Lungendrittel belüftet wird. Das Babyschwimmen unterstützt die Umstellung in eine motorisch gesteuerte Atmung.

Unter anderem kraftigt das Babyschwimmen die Rückenmuskulatur und stärkt das Herz-Kreislauf-System des Babys.

Unter anderem kräftigt das Babyschwimmen die Rückenmuskulatur und stärkt das Herz-Kreislauf-System des Babys.

Vorteile des Babyschwimmens im Überblick:

  • Kräftigung der Rückenmuskulatur
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Verbesserung der Atemtätigkeit und Lungenfunktion
  • Schulung der Motorik
  • Verbesserung der Koordination, des Körpergefühls und der Konzentrationsfähigkeit
  • Stimulierung der Bewegungsfähigkeit
  • Steigerung des Wohlbefindens
  • Baby erlernt soziale Kompetenz
  • Aktivität im Wasser sorgt für erholsamen Schlaf
  • Stärkung des Immunsystems
  • Tiefe und innige Beziehung zwischen Eltern und Kind

Worauf muss beim Babyschwimmen geachtet werden?

Das Baby muss sich an das Element Wasser erst einmal gewöhnen. Daher benötigt es vor allem anfangs viel Körperkontakt, um die nötige Sicherheit zu erlangen. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem Baby und den Eltern wird dadurch langfristig gestärkt.
Damit Ihr Kind viel Freude und Spaß am Babyschwimmen hat, ist es wichtig, dass es gesund, ausgeschlafen und satt ist. Eine ideale Tageszeit ist der Vormittag zwischen zwei Mahlzeiten, wobei die letzte Mahlzeit eine halbe Stunde zurückliegen sollte, um ein Erbrechen zu vermeiden. Empfehlenswert ist im Wasser die entspannende Rückenlage, da die Bauchlage für das Kind anstrengend ist. Der Grund hierfür ist, dass es seinen recht großen und schweren Kopf permanent halten muss. Auch die Hygiene und Sauberkeit im Schwimmbad spielt eine große Rolle. Dazu gehören saubere Duschräume und Umkleidekabinen sowie eine sehr gute Wasserqualität. Der Leiter des Kurses sollte viel Erfahrung im Umgang mit den Babys haben und über Grundkenntnisse zur Anatomie und Entwicklung der kleinen Kinder verfügen. Die Teilnehmerzahl sollte nicht zu groß sein, damit der Stressfaktor beim Kind nicht zu hoch ist. Das Wasser sollte aufgrund des Infektionsrisikos leicht gechlort sein. Bei einem zu starken Chlorgehalt jedoch können die Atemwege gereizt werden.

Was sollte zum Babyschwimmen mitgenommen werden?

Nach dem Babyschwimmen sollten Sie Ihr Kind in ein Frotteehandtuch oder Bademantel wickeln und gut abtrocknen.

Nach dem Babyschwimmen sollten Sie Ihr Kind in ein Frotteetuch oder Bademantel wickeln und gut abtrocknen.

Neben den üblichen Badeutensilien, die jeder Mensch beim Baden oder Schwimmen benötigt, sollte dem Baby eine Schwimmwindel angezogen werden. Dadurch vermeiden Sie, dass kein spontanes größeres Geschäft im Wasser landet. Eine Aquawindel fängt die Ausscheidungen des Kindes im Wasser zuverlässig auf. Damit keine Erkältung beim Baby droht, wird das Kind, wenn es aus dem Wasser kommt, sofort in ein warmes Frotteetuch oder einen Babybademantel eingewickelt. Nach dem Duschen des Kindes freut sich die sensible Haut über eine Extraportion Feuchtigkeit. Es gibt spezielle Babycremes, die auf die Bedürfnisse des Nachwuchses genau abgestimmt und besonders hautverträglich sind. Auch Windeln zum Wechseln dürfen nicht fehlen. Häufig wird in der schwülen Luft des Schwimmbads auch die Außentemperatur unterschätzt. Es ist sehr wichtig, dass Sie das Baby sorgfältig abtrocknen. Beim Verlassen des Schwimmbads muss es ein Mützchen aufgesetzt bekommen. Da Schwimmen hungrig macht, sollte zu Hause oder noch im Schwimmbad ausreichend Zeit für eine Stillpause eingeplant oder eine Babyflasche mitgenommen werden.

Fazit

Das Babyschwimmen bietet viele Vorteile. Der soziale Kontakt zwischen den Eltern und dem Kind wird in dieser ersten Lebensphase sehr stark gefördert. Daher profitieren von dem gemeinsamen Erleben beide Seiten, aber auch die Gesundheit und Entwicklung des Babys wird günstig beeinflusst. Wichtig ist, dass die genannten Tipps beachtet werden. Der Spaß im Wasser sollte letzten Endes immer im Vordergrund stehen.

Bild 1: © konradbak – Fotolia.com
Bild 3: © Brebca – Fotolia.om

Kimberly Kolmorgen

Über 

ist Mama von zwei wunderbaren Kindern und unsere Expertin rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt.

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Kimberly Kolmorgen

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