Babysitter: gesucht, gefunden!

Muskuläre und motorische Eigenschaften entwickeln sich bei Ihrem Baby nach und nach.

Sie bekommen bald ein Baby oder sind bereits stolze Eltern? Dann stellt sich irgendwann die Frage nach einem Babysitter. Wer Großeltern in der Nähe hat, kann meist auf die Hilfe von Oma und Opa vertrauen. Alle anderen nutzen gern die Dienste von Schülerinnen und Schülern, Studentinnen und Studenten. Auch erwachsene Personen kommen natürlich in Frage. Der Babysitterjob ist jedoch häufig als Nebenverdienst für jüngere Menschen geeignet. Wenn Sie Ihr Kind in fremde Hände geben, sei es auch nur stundenweise, ist viel Vertrauen notwendig. Dann können Sie die freie Zeit ohne Ihr Baby auch richtig genießen. Für die Auswahl des richtigen Babysitters gibt es etliche Punkte, die Ihnen helfen, eine gute Entscheidung zu treffen.

Wie und wo finden Sie Ihren idealen Babysitter?

Die erste und zugleich beste Methode, um eine gute Betreuung für Ihr Kind zu finden, ist die Mundpropaganda. Erkundigen Sie sich bei anderen Eltern, die Sie von der Schwangerschaftsgymnastik oder von anderen Gelegenheiten her kennen. Sprechen Sie mit Nachbarn, fragen Sie Freunde und Bekannte. Wenn Ihnen ein erfahrener und zuverlässiger Babysitter empfohlen wird, dann sollten Sie zugreifen!

Des Weiteren können Sie an vielen Plätzen öffentlich suchen. Nutzen Sie die Aushangmöglichkeiten im Supermarkt, das Schwarze Brett in einer Schule oder Universität. In zahlreichen Kleinanzeigenblättern können Sie Inserate aufgeben, die zum Teil sehr kostengünstig sind. Wenn Sie in einer größeren Stadt wohnen, gibt es dort vielleicht auch eine professionelle Babysittervermittlung. Ebenfalls möglich: Hilfsportale im Internet, die sich auf Nachbarschaftshilfe, Kinderbetreuung und ähnliches spezialisiert haben, können eine gute Anlaufstelle sein.

So erkennen Sie einen guten Babysitter

Ein Ersttreffen, bei dem der Babysitter Ihr Kind kennenlernt ist sehr sinnvoll.

Ein Ersttreffen, bei dem der Babysitter Ihr Kind kennenlernt ist sehr sinnvoll.

Bevor Sie Ihr Kind mit dem Babysitter allein lassen, sollten Sie ein wenig Zeit investieren. Sorgen Sie dafür, dass sich die betreuende Person und Ihr Baby kennenlernen. Es geht ja nicht nur darum, dass jemand in der Wohnung ist und auf das Kind aufpasst, während Sie abwesend sind. Babys und Kleinkinder haben viele Bedürfnisse. Eine gute Betreuung ist nur möglich, wenn der Babysitter weiß, wie er mit dem Kind umgehen muss. Vereinbaren Sie also zunächst einen Termin, bei dem sich alle Beteiligten zwanglos treffen. Bei dieser Gelegenheit kann der Babysitter Kontakt zu Ihrem Kind aufnehmen und Sie beobachten, ob sich die beiden gut vertragen. Achten Sie darauf, wie der Umgang mit Ihrem Kind ist, und stellen Sie ruhig auch einige Fragen. Bei diesem Erstbesuch erklären Sie die Gegebenheiten in Ihrer Wohnung und die speziellen Dinge, die bei Ihrem Kind zu beachten sind.

Wo sind Küche und Bad? Wo wird das Kind gewickelt? An welcher Stelle findet der Babysitter die Dinge, die ein Kind braucht, vom Schnuller bis zum Kuscheltier? Bevor Sie dann zum ersten Mal den Ernstfall proben und Ihr Kind mit der Betreuung alleine lassen, machen Sie noch eine Checkliste. Darauf sollten die wichtigsten Dinge stehen, die Ihr Babysitter wissen muss. Welche Zeiten sind zu beachten, wann und wie soll das Kind gefüttert werden, und vor allem: Ergänzen Sie die Liste mit Ihrer Handynummer und mit Telefonnummern für den Notfall.

Starten Sie dann mit einer relativ kurzen Zeitspanne. Sie sollten bei diesem ersten Einsatz noch in der Nähe sein. Sie werden bestimmt schnell feststellen, dass Ihr Kind beim Babysitter in guten Händen ist. Dann steht einem entspannten Abend ohne Kind nichts mehr im Weg. Selbstverständlich können Sie den Babysitter auch tagsüber einsetzen. Vielleicht möchten Sie in Ruhe einkaufen, zum Arzt oder zum Friseur. Wichtig ist, dass der Babysitter Freude am Umgang mit Kindern hat und nicht nur einen Nebenjob sucht.

Besprechen Sie nach dem ersten Einsatz (und gern auch nach jedem weiteren), wie alles geklappt hat. Hat sich Ihr Kind wohl gefühlt? Hat Ihr Babysitter Fragen zu bestimmten Abläufen?

Der Babysitterpass – ein sinnvoller Qualifikationsnachweis?

Bei einer Ausbildung zum Babysitter über eine Institution lernen die Teilnehmer unter anderem Kenntnisse über die Grundversorgung und Pflege sowie Maßnahmen zur Unfallverhütung.

Bei einer Ausbildung zum Babysitter über eine Institution lernen die Teilnehmer unter anderem Kenntnisse über die Grundversorgung und Pflege sowie Maßnahmen zur Unfallverhütung.

Es gibt zahlreiche Institutionen, die eine Art Ausbildung zum Babysitter anbieten. Man kann in vielen Städten einen Babysitterpass erwerben. Anbieter sind beispielsweise der Kinderschutzbund, das Deutsche Rote Kreuz, Wohlfahrtsverbände oder auch die Stadt selbst im Rahmen eines Ferienprogramms. In einem mehrtägigen Kurs lernen Jugendliche, wie Babys und Kleinkinder verantwortungsvoll betreut werden. Zur Ausbildung zählen Kenntnisse über die Grundversorgung und Pflege, Maßnahmen zur Unfallverhütung und Informationen über den Entwicklungsstand von Kindern.

Angeboten werden solche Kurse in der Regel für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Jünger sollte die betreuende Person ohnehin nicht sein – ab einem Alter von 14 Jahren können Sie jedoch damit rechnen, dass der Babysitter verantwortungsvoll mit seiner Aufgabe umgeht. Der Babysitterpass ist ein Nachweis, dass sich der oder die Jugendliche auskennt und genau Bescheid weiß, wie die Betreuung vonstatten geht. Sinnvoll ist in diesem Zusammenhang auch ein absolvierter Erste-Hilfe-Kurs.

Welche Kosten entstehen für die Eltern?

Die Kosten für einen Babysitter sind regional sehr unterschiedlich. Als Anhaltspunkt können Sie mit einem Betrag zwischen 8 und 15 Euro pro Stunde rechnen. Die Dauer des Einsatzes und die Tageszeit spielen ebenso eine Rolle wie das Alter der betreuenden Person und deren Qualifikation. Für jüngere Schülerinnen und Schüler bezahlen Sie meist weniger als für Studentinnen und Studenten. Für die Preisverhandlung kann es eine Rolle spielen, ob der Babysitter das Kind tagsüber betreut und beschäftigt oder während der Abendstunden anwesend ist, wenn das Kind schläft. Denken Sie auch an eventuelle Nebenkosten. Das können zum Beispiel die Fahrtkosten sein – wenn Ihr Babysitter abends und in der Nacht tätig ist, fallen manchmal Taxikosten an. Wichtig ist ebenfalls die Frage nach der Versicherung. Es sollten eine Unfall- und eine Haftpflichtversicherung bestehen.

Wenn Jugendliche Babys hüten – Das sollten Sie wissen

Nach dem Gesetz gelten Jugendliche unter 15 Jahren selbst noch als Kinder und dürfen pro Tag nur zwei Stunden arbeiten. Die Zeit der Beschäftigung ist eingeschränkt auf den Zeitraum zwischen 6.00 Uhr morgens und 20.00 Uhr abends. Für einen 15-jährigen Babysitter, der noch schulpflichtig ist, gelten die gleichen Regeln. Ab einem Alter von 16 Jahren dürfen Jugendliche bis 22.00 Uhr beschäftigt werden. Die Arbeitszeit darf pro Tag acht Stunden nicht überschreiten. Babysitting findet häufig in einer Grauzone statt. Sie sollten jedoch die gesetzlichen Vorschriften unbedingt beachten!

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Klara

Über 

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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