Kinderwagen, Tragetuch oder Babytrage?

Im Kinderwagen ist das Baby bestens vor Regen, Wind und starker Sonneneinstrahlung geschützt

Kaum ist das Kinderzimmer gestrichen und eingerichtet stellt sich mit Blick auf dem immer rasanter wachsenden Babybauch die Frage, wie und womit das eigene Kind nach der Geburt am Besten transportiert werden sollte. Nachfragen im Freundes- und Bekanntenkreis werden schnell zu endlosen Diskussionen ohne wirkliches Ergebnis, da schlussendlich jede Familie andere Bedürfnisse an Kinderwagen, Tragetuch und Babytrage stellt.

Kinderwagen – der praktische Klassiker für junge Eltern

Trotz zahlreicher Alternativen ist für viele werdende Eltern seit Jahrzehnten ein Kinderwagen die erste Wahl für ihren Nachwuchs. Die positiven Gründe hierfür sind dabei durchaus zahlreich. Das Baby ist vom ersten Tag seines Lebens bestens vor Regen, Wind und starker Sonneneinstrahlung geschützt. Durch zusätzlich erhältliche Insektennetze ist die sensible Babyhaut auch im Garten oder bei einem Waldspaziergang vor Mücken und Wespen geschützt. Zudem schätzen Mütter und Väter die praktischen Ablagefächer für Windeltaschen, Einkäufe und Co. Für einige Eltern spielen bei der Wahl für den Kinderwagen jedoch auch modische Aspekte eine Rolle. Da immer mehr Luxuslabels auch Kinderwagen in ihrem Sortiment haben, wird der Kinderwagen ebenfalls zu einem begehrten Statussymbol. Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten und somit auch der Kinderwagen Nachteile. Gerade in Mehrfamilienhäusern müssen sich Eltern mit Nachbarn aus dem Erdgeschoss oft über den Platz für den Kinderwagen streiten. Ein großes Ärgernis für junge Eltern ist oft auch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen. Ist der für Kinderwagen reservierte Raum bereits besetzt bleibt Eltern und Kind nichts anderes übrig, als eine weitere Wartezeit in Kauf zu nehmen.

Tragetuch – Kleinkind wickeln einmal anders

Durch die vielfältigen Tragweisen sowohl an der Brust als auch auf dem Rücken ist das Baby bei jedem Ausflug sicher und beschützt

Das Kind schlummert selig an der Brust von Mutter oder Vater und diese haben selbst die Hände frei, um wie gewohnt ihren Alltag zu meistern. Diese Idee verbirgt sich hinter den heute sehr schnell in Mode gekommenen Tragetüchern. Viele Eltern erleben die Nähe zu ihrem Kind als größten Vorteil der Tücher. Darüber hinaus macht genau diese Nähe besonders Neugeborene sehr ausgeglichen, da sich das Verlustschreien aus Angst auf ein Minimum reduziert. Durch die vielfältigen Tragweisen sowohl an der Brust als auch auf dem Rücken ist der Nachwuchs bis er sicher auf eigenen Beinen steht bei jedem Ausflug sicher und beschützt. Vorsichtig sollten jedoch Eltern von Säuglingen unter drei Monaten bei der Nutzung eines Tragetuchs sein. Da die Kinder in diesem Alter das Gewicht ihres Kopfes noch nicht vollständig selbst halten können, sollte im Tragtuch das Köpfchen mit einem zusätzlichen Stoffstück stabilisiert werden. Da besonders Neugeborene oft ganz im Tuch versinken, werden sie für die Umgebung praktisch unsichtbar. Passanten können das Tragetuch so leicht mit einem breiten Schal verwechseln und die Mutter oder den Vater versehentlich anrempeln. In großen Menschenmassen oder gut besuchten Innenstädten ist es deshalb sinnvoll als Schutz des Babys die Freiheit der Arme aufzugeben und das Kinder zusätzlich mit den Händen vor unabsichtlichen Stößen abzusichern.

Babytrage – ein sicherer Halt für den Start ins Leben

Durch die Babytrage hast du unterwegs die Hände frei

Das eigene Kind sitzt gemütlich im Babysitz und entdeckt glücklich lachend gemeinsam mit Mutter oder Vater die Welt. Dieses gemeinschaftliche Erlebnis alltäglich neuer Abenteuer ist für viele Eltern der ausschlaggebende Punkt, um sich für eine Babytrage zu entscheiden. Die große Sorge vieler Eltern, dass Nähte die zarte Babyhaut an den Beinen verletzen könnte, erweist sich glücklicherweise in den meisten Fällen als unbegründet. Dafür muss jedoch die Babytrage stets an die Größe des Kindes angepasst sein. In der optimalen Haltung sollten die Beinchen leicht angewinkelt sein und der Po etwas herausgestreckt. Der gepolsterte Stoff am Rücken sollte zudem dem Rücken Halt geben und Schutz vor eventuellen Stößen bieten. Sind all diese Punkte erfüllt, erweisen sich einige Modelle trotzdem im Gebrauch als ungeeignet. Denn auch wenn das Baby sich an den Ausflügen ins Grüne oder zum Einkaufen erfreut, kann das unpassende Gurtsystem schnell bei dem tragenden Elternteil zu Verspannungen oder einschneidenden Erlebnissen führen. Die perfekte Babytrage hingegen sollte ohne Probleme für mehrere Stunden tragbar sein und stets das Gesicht des Babys zum Körper des Elternteils gewendet tragen. Zwar freuen sich gerade Kinder, die gerade krabbelnd die Welt entdecken, über den nach vorne gerichteten Blickwinkel, da diese Nutzung jedoch nicht der optimalen Haltung in der Babytrage entspricht, kann sie mitunter sogar schädlich für die Entwicklung der Hüfte des Babys sein.

 

 

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Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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