10 Mythen über Schwangerschaft

In der Schwangerschaft muss man für zwei essen: dieser Mythos ist völlig falsch.

Sobald man schwanger ist, hört man von allen Seiten Ratschläge und Tipps. Doch die Richtigkeit mancher Mythen sollte man hinterfragen. Also am besten sollte man nicht alles glauben, was man hört. Im folgenden Artikel lernst du 10 Schwangerschaftsmythen kennen und erfährst, ob sie wahr oder falsch sind.

1. Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, beträgt 25 Prozent

Studien beweisen, dass im Durchschnitt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei 25 Prozent liegt. Also ist dieser Mythos wahr. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft von vielen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel das Alter der Frau, die Spermienqualität oder die Chromosomenverträglichkeit.

2. Geschlechtsverkehr am Tag des Eisprungs und man bekommt einen Jungen

Ob der Mythos zu 100 Prozent stimmt, kann man nicht sagen. Jedoch könnte er theoretisch der Wahrheit entsprechen. Die Y-Chromosomen sind leichter und schneller als die X-Chromosomen. Demnach ist es möglich, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen höher ist, wenn zwischen dem Tag des Eisprungs und dem Geschlechtsverkehr mehrere Tage dazwischen liegen. Die Spermien mit den X-Chromosomen überleben länger als die Y-Chromosom-Spermien. Diese sterben nämlich nach maximal drei Tage nach dem Eisprung ab.

3. Morgenübelkeit ist ein Zeichen dafür, dass es ein Mädchen wird

Den Wahrheitsgehalt von diesem Mythos kann man nicht richtig bestimmen. Aber ein kleines bisschen Wahrheit scheint dahinter zu stecken. Das wurde zumindest bei einer Studie vom schwedischen Karolinska-Institut in Stockholm herausgefunden. Demnach haben Frauen, die unter extremer Übelkeit am Morgen litten, öfter Mädchen als Jungen bekommen. Die Wissenschaftler vermuten, dass das an der deutlich höheren Konzentration vom Schwangerschaftshormon HCG liegen kann.

4. Das Verlangen nach süßen Sachen ist besonders hoch

Dieser Mythos entspricht nicht der Wahrheit. Schwangere bevorzugen eher Speisen, die salzig oder sauer sind. Der Grund dafür ist das Hormon Östrogen, welches während der Schwangerschaft höher konzentriert ist. Das Hormon sorgt dafür, dass der Speichel süßer wird. Deshalb mögen Schwangere oft lieber herzhafte Sachen.

Es wird behauptet, dass Frauen, die sehr vergesslich sind, eher ein Mädchen bekommen.

5. Ein Schlückchen Alkohol schadet nicht

Diese Behauptung ist vollkommen falsch. Es ist egal, ob man nur ein Glas Sekt oder Wein trinkt. Der Alkohol schadet dem Kind, da es ein Gift es, welches schwere Schäden im Gehirn des Ungeborenen verursachen kann. Außerdem wird die Entwicklung von Organen und Gliedmaßen eingeschränkt, sodass Missbildungen entstehen können. Des Weiteren hat die Leber des Kindes, je nach dem wie weit sie entwickelt ist, noch nicht die Funktion, Alkohol abbauen zu können.

6. Die Vergesslichkeit der Frau soll das Geschlecht bestimmen

Es wird behauptet, dass Frauen, die sehr vergesslich sind, eher ein Mädchen bekommen. Studien zeigen dies teilweise. Jedoch sind die Faktoren zu subjektiv, um sie in einer Studie verarbeiten zu können.

7. In der Schwangerschaft muss man für zwei essen

Dieser Mythos ist völlig falsch. Das beweisen mittlerweile zahlreiche Studien. Frauen, die während der Schwangerschaft extrem viel zunehmen, haben ein größeres Risiko, an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Der Mehrbedarf einer Schwangeren beträgt am Anfang nur ungefähr 180 Kalorien. Die Menge ist also nicht entscheidend. Besonders wichtig ist die Qualität der Nahrung. Man sollte viel Gemüse, Obst, Vollkorn- und Milchprodukte zu sich nehmen.

8. Die Haarfarbe der Oma soll das Geschlecht bestimmen

Laut Mythos soll die Haarfarbe der Mutter der Schwangeren das Geschlecht des Kindes bestimmen. Demnach wird es ein Junge, wenn die Großmutter bereits graue Haare hat. Ein Mädchen soll es werden, wenn die Oma noch nicht ergraut ist. Dieser Mythos stimmt keineswegs. Er ist ein Märchen.

Laut Mythos soll die Haarfarbe der Mutter der Schwangeren das Geschlecht des Kindes bestimmen.

9. Schwangeren haben Appetit auf saure Gurken

Das wohl hartnäckigste Schwangerschaftsklischee ist, dass schwangere Frauen plötzlich saure Gurken lieben. Dieser Mythos entspricht aber nicht der Wahrheit. Studien belegen, dass der Konsum von sauren Gurken bei Schwangeren nicht höher ist als bei anderen Frauen. Wahrscheinlich kam dieser Mythos zustande, da Frauen in der Schwangerschaft eher salzige und herzhafte Speisen bevorzugen (Punkt 4).

10. Das Ungeborene holt sich, was es braucht

Dieser Schwangerschaftsmythos ist wahr. Der Körper des Menschen reagiert immer auf Mangelerscheinungen und versucht diese Mängel zu beseitigen. Auch ein Baby holt sich, was es braucht. Zum Beispiel erhält das Baby Calcium aus den Knochen der Mutter, wenn diese nicht ausreichend Calcium mit der Nahrung aufnimmt. Deshalb sollte man während der Schwangerschaft viele Milchprodukte zu sich nehmen.

 

 

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Klara

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Klara ist Dipl.-Pädagogin und unsere Expertin für Babys und Kleinkinder.

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Klara

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